Hans Kristian Westrum vor der Dämpfmaschine.

Hans Kristian Westrum vor der Dämpfmaschine.              Foto: Tanja Dolic

 

Wer müde Böden dämpft, erhält im ersten Jahr eine zwanzig bis vierzig Prozent höhere Ernte, wissen Hans Kristian Westrum (CEO) und Kåre-Jan Johanson (Geschäftsführer, beide Soil Steam International AS) .
Doch dies ist für sie nur eines von mehreren guten Argumenten pro Dämpfung.

Beispiel Karotten: Versuche haben ergeben, dass der Anbau nach Dämpfung drei bis fünf Jahre im gleichen Feld möglich ist.
Erst dann wird ein Fruchtwechsel oder eine erneute Dämpfung notwendig.
Ohne Dämpfung muss spätestens nach zwei Jahren ein Fruchtwechsel erfolgen.

 

Karottensäcke , Beispielbild

Karottensäcke , Beispielbild

Lagerzeit verlängert

Nach 30 cm tiefer Dämpfung der Anbaufläche verlängerte sich die im Kühlhaus mögliche Lagerzeit der auf diesen Flächen geernteten Karotten um mehrere Monate.
„Norwegische Karotten halten sich im Kühlhaus normalerweise bis Februar“, so Westrum, „nach Dämpfung kann man sie bis Juni lagern“.

Der Grund: Weil sie im Boden kaum Pilzsporen ausgesetzt sind, setzen pilzsporenbedingte Verfallsprozesse deutlich später und nur in geringem Maße ein.
„Norwegen könnte in der Karottenversorgung autark sein“, folgert Westrum, „dann wären keine Importe mehr notwendig“.

 

 

Kåre-Jan Johanson beim Dämpfversuch

Kåre-Jan Johanson beim Dämpfversuch.     Foto: Tanja Dolic

Gedanken zum Energieverbrauch

Kritiker der Bodendämpfung weisen gern auf den hohen Energieverbrauch hin.
Auch das Soil Steam-Team möchte den Verbrauch möglichst niedrig halten.
Deshalb ist die neu entwickelte SOILPREP 400 für eine Dämpfmaschine ziemlich sparsam im Ölverbrauch.

Für die nächsten Generationen dieser Maschine denkt man bei Soil Steam über weitere Energieeinsparungen nach – und über nachwachsende Energieträger (z.B. Holzpellets).

Dämpfversuch    Foto: Heike Sommerkamp

Dämpfversuch.          Foto: Heike Sommerkamp

Doch Bodendämpfung verbraucht nicht nur viel Öl, sie hilft auch Sprit einzusparen, legen die Norweger dar: Jahrelang entfallen „zehn bis fünfzehn Traktorfahrten pro Saison über das Feld, für Spritzen, Unkrautentfernung und so weiter“, erklärt Westrum.
„Die Spritzmittel müssen ja auch produziert und angeliefert werden“, ergänzt Johanson.
„Und noch eins: In Norwegen fahren Landwirte oft weite Wege, weil sie wegen Bodenmüdigkeit immer entfernter Flächen eintauschen müssen.
Auch diese verlängerten Anfahrten können nach Dämpfung komplett wegfallen“.

„Aktuell ist das Dämpfen in Norwegen Betrieben mit Biosiegel erlaubt“, so Johanson. „Das zeigt doch, dass es nicht so schlecht für die Umwelt ist wie behauptet.“

Arbeit gibt es für die Dämpfmaschine genug, unterstreicht Westrum: „Es gibt so viele Böden weltweit, die nicht mehr nutzbar sind…“.

 

______________________________________________________________________________________________________________

Mehr zum Thema Bodendämpfung:

Bodendämpfung im Rucolaanbau
Video: Dämpfmaschine im Einsatz – Rucolaanbau
Beitrag: Feldbesuch – Dämpfmaschine im Rucola-Anbau

Verwandte Beiträge


Generic filters
Filter by Custom Post Type

Search
Generic filters
Filter by Custom Post Type
Search
Filter nach Inhaltsart
Generic filters

Immer frische News -
mit unserem Newsletter

Hier in unseren Newsletter eintragen und immer aktuelle News vom ErdbeerSpargel Portal erhalten.

Sie haben sich erfolgreich eingetragen - ein Bestätigungsmail geht Ihnen zu.