Foto: FiBL

 

 

 

Als massives Problem im Obst- und Weinanbau hat sich in den letzten Jahren die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) erwiesen.

Der seit 2011 vor allem in der Bodensee Region verbreitete, aus Asien stammende Schädling, ist aufgrund seiner kurzen Generationsdauer und seines breiten Wirtsspektrums ein echtes Ärgernis.

 

 

Projektgruppe forscht zur KEF

 

Das Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB) koordiniert deshalb das Projekt „Entwicklung praktikabler Maßnahmen zur Vermeidung von wirtschaftlichen Schäden durch die Kirschessigfliege“.

Becherfalle in einer Sauerkirsch-Anlage                                                Foto: Jennifer Johns, HSWT

 

Denn bislang gibt es noch keinen einheitlichen und verlässlichen Schutz gegen diesen invasiven Schädling.   

Bei diesem Projekt befassen sich Forscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam mit der Entwicklung von Schutzstrategien.

Maßnahmen wie Einnetzen, Massenfang, Lockstoffe oder Insektenschutzmittel werden in Labor-, Halbfreiland- und Freilandversuchen getestet.

 

 

 

Bisherige Testergebnisse

 

• Reifende Früchte üben eine höhere Attraktivität auf die Tiere aus als die bisher verwendete Fangflüssigkeit: Ein signifikanter Anstieg der Fallenfänge in den Anlagen ist erst nach erfolgter Ernte zu verzeichnen.

• Zudem konnte gezeigt werden, dass sich die Tiere bevorzugt in schattigen Bereichen bzw. dichten Pflanzenbeständen aufhalten.

 

 

Umfrage

 

Aktuell sammelt die Projektgruppe in einer Online-Umfrage die Auswirkungen der Kirschessigfliege im Obstbau.

 

Folgende Angaben werden benötigt:

• Informationen über Größe des eigenen Anbaus und die Sorten

• Befall durch die Kirschessigfliege

• Die bisherigen Strategien zur Kontrolle des Befalls

• Nutzung von Warnsystemen

• Die eigenen Maßnahmen zur Abwehr – von Hygienemaßnahmen über Einnetzungen bis zum Herabkühlen der Ernte

• Erfolg dieser Maßnahmen

 

Ziel der Befragung ist es, vor dem Hintergrund Kirschessigfliege mehr über die Betriebssituation und den Informationsfluss zwischen Forschung und Praxis zu erfahren.

Die Ergebnisse der Analyse soll dazu dienen, Betroffene möglichst umfassend in der Bekämpfung der Kirschessigfliege beraten und unterstützen zu können.

Es gilt, herauszufinden, wie Empfehlungen der Versuchsansteller und Berater in der Praxis umgesetzt werden, wie der Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis wahrgenommen wird und bei welchen Kulturen sich ggf. einzelne Bekämpfungsstrategien als besonders oder nicht praktikabel erweisen.

 

 

Hier geht es zur Umfrage:

 

https://www.umfrageonline.com/s/c884908

 

 

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