Foto: Philip Lieten

 

 

Schon vor einigen Jahren zeigten Untersuchungen am Institut PCfruit in St Truiden (Belgien), dass erhöhte Kaliumgaben bei Erdbeeren während der Fruchtreifung Geschmack, Farbe und Haltbarkeit verbessern können.

In diesem Frühjahr untersuchte PCfruit, welche Rezeptur von Kalium die angemessenste ist, also die besten Ergebnisse hinsichtlich Fruchtfestigkeit und Haltbarkeit erzielt.

 

 

Für diese Versuchsreihe wurde die Sorte Sonsation von Flevoberry ausgesucht: diese Sorte zeigt vielversprechende Eigenschaften wie einen guten Geschmack, schöne Fruchtform, gute Ertragszahlen und Widerstandsfähigkeit gegen Wurzelerkrankungen.

 

Foto: Philip Lieten

 

Jedoch ist Sonsation nach der Lagerung anfällig für Druckstellen und Fruchtfäule.

Traypflanzen wurden am 12. März in Containern mit Torfmischung in einem hohen Tunnel gepflanzt.

Mit sechs Pflanzen pro Container lag die Pflanzdichte bei 10 pro Quadratmeter.

 

 

 

 

 

Insgesamt wurden 5 Gruppen zu je 200 Pflanzen verschiedene Rezepturen von Kalium in die Nährlösungen vom Setzen bis zum Ende der Ernte gegeben: extra Kaliumnitrat (KNO3), extra Kaliumchlorid (KCl) oder extra Kaliumsulfat (K2SO4).

 

Gruppe 1: 5.25 mmol KNO3 und 1.25 mmol K2SO4/Liter
Gruppe 2: 4.25 mmol KNO3 und 1.25 mmol K2SO4 und 1 mmol KCl/Liter
Gruppe 3: 4.25 mmol KNO3 und 1.75 mmol K2SO4/Liter

 

Der Versuch wurde mit sechs Wiederholungen durchgeführt.

 

Philip Lieten

Philip Lieten

Die Fruchtfäulnis nach Lagerung wurde für sechs verschiedene Erntetage festgestellt.

An jedem dieser sechs Erntetage wurden 50 vergleichbare reife Früchte geerntet und zunächst vier Tage lang bei 4°C, danach für sieben Tage bei 20-24° gelagert.

Die Fruchtfestigkeit wurde kurz nach der Ernte und nach Lagerung gemessen. Bei der Ernte wurde der Brix-Grad bei den Beeren gemessen.

An den sechs Erntetagen geerntete Früchte wurden nach einer Transportsimulation auf Druckstellen untersucht: Eine volle Box mittelgroßer Früchte wurde für eine Stunde lang auf einen Schüttelsimulator gestellt.

Die Früchte wurden anschließend hinsichtlich ihrer Druckstellen bewertet.

 

 

 

 

 

Tabelle 1: Effekt von Kaliumgaben auf die Fruchtqualität

 

Tabelle 2: Effekt von Kaliumgaben auf den Ertrag

 

 

Ergebnisse

 

Bei den drei verschiedenen Düngern gab es keinen eindeutigen Effekt auf die Festigkeit der Früchte.

Dennoch führte die Verringerung der Nitrate und das Ersetzen des Kaliumnitrats (KNO3) durch Kaliumchlorid (KCl) oder Kaliumsulfat (K2SO4) zur Verringerung von Fruchtfäulnis und zu weniger Druckstellen.

Der Effekt auf den Brix-Grad war ebenfalls minimal.

Die Mehrgabe von Sulfat und Chlorid steigerte den Ertrag nur um 2 bis 3 Prozent bei einer etwas kleiner ausfallenden Fruchtgröße.

Es kann daraus geschlossen werden, dass der Ersatz von Kaliumnitrat durch Kaliumchlorid und im geringeren Rahmen durch Kaliumsulfat ein Weg zur Verringerung der Fruchtfäule nach dem Lagern ist.

 

 

 

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