Die guten Besucherzahlen der ExpoSE und expoDirekt 2019 erfreuen Veranstalter und Aussteller gleichermaßen.                   Bild: Kerstin Panhorst

 

 

Die Zahlen zum Messeduo sprechen eine deutliche Sprache: 445 Aussteller aus 12 Nationen zeigten ihre Innovationen für den Spargel- und Beerenanbau sowie die landwirtschaftliche Direktvermarktung.

Und mit 6700 Besuchern stieg die Zahl der Interessierten gegenüber dem Vorjahr (2018: 6300 Besucher) deutlich.

Die Stimmung war wesentlich positiver als noch 2018, als Dürre und Extremwetter die Branche in die Knie zwangen.

Wir haben uns auf der Messe bei den Ausstellern umgehört und zudem Simon Schumacher vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V. (VSSE) als Veranstalter gebeten ein Fazit zu ziehen.

 

 

Messefazit des VSSE

 

 

Simon Schumacher, Geschäftsführer VSSE         Bild: Kerstin Panhorst

„2018 war ein sehr lehrreiches Jahr, vor allem für die Landwirte. Aber die Branche weiß jetzt, wo ihre Schwachstellen sind und was in 2018 funktioniert hat, wird auch in jedem anderen Jahr funktionieren.

Man kann jetzt zielgenauer investieren und die zukünftigen Betriebsstrukturen auf den Erkenntnissen aus 2018 aufbauen.

Deshalb ist die Stimmung auf der Messe diesmal auch deutlich besser als im letzten Jahr. Eigentlich war 2019 eine durchschnittliche Saison, aber nach 2018 können viele nun aufatmen.

Wir hatten erst die Befürchtung, dass die Stimmung sich weiter verschlechtert und wir einen Rückgang bei den Zahlen feststellen, aber sowohl Aussteller- wie auch Besucherzahlen sind wieder im Normbereich.

Wir sind zufrieden, vor allem der erste Tag war sehr gut besucht, am zweiten gab es dafür mehr Zeit für Gespräche mit den Kunden. Wir hatten auch wieder zahlreiche schöne Innovationen und konnten feststellen, dass so eine Messe auch für eine kleine Branche gut funktioniert.“

Simon Schumacher, Geschäftsführer VSSE

 

 

Ausstellerstimmen

 

 

Dr. Ernst Kühnle, Wurth Pflanzenschutz GmbH Bild: Kerstin Panhorst

„Die Entsorgung von Kunststoffen und die immer weniger zugelassenen chemischen Wirkstoffe sind ebenso wie Bewässerung ein großes Thema bei den Kunden.

Und der immer schwieriger werdende Umgang mit dem LEH beschäftigt die Branche, hier muss dringend etwas unternommen werden.

Die Kunden müssen besser aufgeklärt werden über die Klimaverschmutzung und die chemischen Rückstände, die bei Importprodukten vorkommen und es müssen die Qualitätsmerkmale und Vorteile regionaler Produkte klarer rausgestellt werden.

Aber die Stimmung ist deutlich besser als im letzten Jahr, der Zulauf ist ähnlich. Ich würde sagen, es ist ein Durchschnittsjahr für uns auf der Messe.“

Dr. Ernst Kühnle, Wurth Pflanzenschutz GmbH

 

 

 

 

Matthias Golze, Schneider Ladenbau                  Bild: Kerstin Panhorst

 

„Unser neuer Stand kommt gut an. Wir hatten noch nie eine so gute Resonanz wie am ersten Tag der Messe und sind sehr zufrieden.

Die Kunden haben die Strapazen des Vorjahres überstanden und obwohl es noch weitere zu überstehen gibt, wird es der Direktvermarktung nicht schaden, denn Bauern sind resilient.

Gerade als Reaktion auf den Druck des LEH werden Hofläden an Bedeutung gewinnen und es wird sie auch in Zukunft geben, denn dort passiert noch Menschenbegegnung.“

Matthias Golze, Schneider Ladenbau

 

 

 

 

Hermann Neubauer, Neubauer Automation OHG Bild: Kerstin Panhorst

„Der erste Tag war gut besucht, der zweite etwas weniger.

Die meisten Betriebe werden gezwungen zu automatisieren, das kommt uns natürlich entgegen.

Dafür schließen allerdings auch immer wieder Betriebe.

Die Tendenz bei Investitionen ist eher zurückhaltend aus Sorge, dass es mit den Auflagen der Politik noch schlimmer wird.

Die meisten haben schon Maschinen und haben eher Interesse an einem Austausch- oder Ersatzgeschäft als an neuen Maschinen.“

Hermann Neubauer, Neubauer Automation OHG

 

 

 

Johanna und Swen Austermann, Hofladen Austermann Bild: Kerstin Panhorst

„Der erste Tag lief super, nicht nur wegen unseres persönlichen Highlights, das wir als Hofladen des Jahres ausgezeichnet wurden.

Es kamen sehr viele Bestandskunden aber auch viele neue, potentielle Kunden, die sehr interessiert an unserem Portfolio sind.

Die Kunden haben großes Interesse an nachhaltigen Produkten, sie wollen keine Konservierungsstoffe in den Lebensmitteln und auch keine Plastikverpackungen mehr.“

Johanna und Swen Austermann, Hofladen Austermann

 

 

 

 

Leonard Tamke, Müller & Sohn Spezialmaschinen GmbH Bild: Kerstin Panhorst

„Die Resonanz ist sehr positiv, die Kunden sind sehr interessiert an unserer Stellagen-Spritze.

Man merkt generell einen Fortschritt in der Technik, das liegt auch an einer neuen Generation von Kunden.

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran, alleine in den letzten 5 Jahren hat es da einen riesigen Sprung gegeben hin zu Tablet Steuerung etc.

Man kann es nicht aufhalten, man muss mitschwimmen und man sollte sich nicht querstellen.“

Leonard Tamke, Müller & Sohn Spezialmaschinen GmbH

 

 

 

 

David Traub, NETAFIM Deutschland GmbH         Bild: Kerstin Panhorst

„Es ist ziemlich gut besucht und es ist deutlich mehr los als im Vorjahr.

Durch die Auswirkungen des Klimawandels sind immer mehr Anbauer von Dürre betroffen und müssen sich mit Bewässerungssystemen auseinandersetzen.

Wasser- und Nährstoffversorgung sind wichtige Themen, dazu noch die Digitalisierung.

Neben dem Controlling interessiert die Kunden auch Technik, die selbständig Rückmeldungen gibt und Empfehlungen ausspricht“

David Traub, NETAFIM Deutschland GmbH

 

 

 

 

Axel Dittus, inovel Systeme AG                                Bild: Kerstin Panhorst

„Wir sind zum ersten Mal bei der Messe dabei. Wir haben viel Fachpublikum angetroffen.

Es gab sehr viele Interessierte, Technik wie unser Steuerungssystem für Pflanzenschutzgeräte wird immer mehr nachgefragt.

Für viele ist es wichtig Prozesse optimal zu kontrollieren und auch zu dokumentieren.

Dazu kommt eine stärkere Tendenz zu automatisieren.“

Axel Dittus, inovel Systeme AG

 

 

 

 

 

Silke und Sven Behr, Behr Bestäubung und biologischer Pflanzenschutz Bild: Kerstin Panhorst

„Wir haben viele interessante Gespräche geführt, es sind viele unserer Kunden gekommen.

Es besteht großes Interesse an einem Einsatz von Nützlingen in der Bestäubung und, bedingt durch das schmaler werdende Angebot an zugelassenen Pflanzenschutzmitteln, auch im Schädlingseinsatz.

Viele informieren sich jetzt schon, damit sie eine Alternative haben, wenn irgendwann noch mehr Wirkstoffe vom Markt verschwinden und sie besser vorbereitet sind.“

Silke und Sven Behr, Behr Bestäubung und biologischer Pflanzenschutz

 

 

 

 

 

 

 

Verwandte Beiträge


Generic filters

Search
Generic filters
Search
Generic filters

Immer frische News -
mit unserem Newsletter

Hier in unseren Newsletter eintragen und immer aktuelle News vom ErdbeerSpargel Portal erhalten.

Sie haben sich erfolgreich eingetragen - ein Bestätigungsmail geht Ihnen zu.