In Deutschland fehlen jeden Monat mehrere tausend Saisonarbeitskräfte. Arbeitskräfte aus Drittstaaten sollen helfen, diesen Bedarf zu decken.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kann Saisonbeschäftigten aus bestimmten Staaten deshalb eine Arbeitserlaubnis erteilen, ohne die Visa-Stellen einzuschalten.

Aktuell ist dies für Saisonarbeitskräfte aus Georgien und neu auch für Saisonarbeitskräfte aus Moldau möglich.

Weitere Staaten wie die Ukraine sollen folgen.

 

Im Juli 2021 wurde von der Bundesagentur für Arbeit eine Vermittlungsabsprache mit der Republik Moldau abgeschlossen. Ab der Erntesaison 2022 können somit auch moldauische Staatsangehörige in Deutschland auf Grundlage § 15 a BeschV tätig werden. Aufgrund der Amtssprache in Moldau – Rumänisch – dürften sich die SAK aber gut in die bestehenden Arbeitsgruppen integrieren lassen. Allerdings sind nur bis zu 1000 Saisonarbeitskräfte eingeplant.

 

 

Dauer der Beschäftigung

 

Bei Saisonarbeitskräften aus Drittstaaten darf die Beschäftigung höchstens 90 Tage dauern, je Zeitraum von 180 Tagen.
Vom 1. Juni 2021 bis 31. Oktober 2021 konnte die Saisonbeschäftigung bis zu 102 Tage dauern, wenn Arbeitgeber und Saisonarbeitskraft das wollten. Diese Verlängerung musste bei der Ausländerbehörde vor Ort beantragt werden, bevor die Arbeitserlaubnis endet. Ob es auch im kommenden Jahr eine Verlängerung geben wird, steht noch nicht fest.

Arbeitgeber können die BA beauftragen, ihnen eine solche Saisonarbeitskraft (aktuell aus Georgien und Moldau) zu vermitteln.

Alle Unterlagen und Formulare dazu gibt es unter

https://www.arbeitsagentur.de/datei/auftragsbestaetigung-saisonarbeitskraefte-in-der-landwirtschaft_ba146896.pdf

Welche Bedingungen im Hinblick auf die Corona-Pandemie gelten, steht auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft:

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Landwirtschaft/rahmenbedingungen-saisonarbeitskraefte.pdf?__blob=publicationFile&v=2

 

 

Voraussetzungen und Regelungen im Überblick

 

  •  Die BA vermittelt die Arbeitskräfte (Fachbegriff: Vermittlungsabsprache).
  • Es gilt die oben genannte Höchstdauer für Saisonbeschäftigungen.
  • Die Beschäftigung ist saisonabhängig und umfasst regelmäßig mindestens 30 Stunden wöchentlich.
  • Im ersten Jahr der Umsetzung gibt es nur ein anonymes Vermittlungsverfahren, namentliche Anfragen zu Einzelpersonen sind nicht möglich
  • Wenn das Abkommen in 2023 fortgeführt wird soll es auch die Möglichkeit einer namentlichen Anfrage geben
  • Für 2022 ist nur ein Kontingent von 500-1000 Saisonarbeitenden aus der Republik Moldau geplant
  • Betriebe können Ihren Bedarf bereits für die nächste Erntesaison 2022 über den lokalen Arbeitgeber-Service registrieren lassen
  • Die Vermittlung, ob Gruppen oder Einzelpersonen, richtet sich nach dem Bedarf des jeweiligen Arbeitgebers

 

 

 

 

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