Die Anzahl polnischer und rumänischer Erntehelfer ist stark rückgängig.

Momentan sind die Ukraine und Serbien die Länder, in denen nach Saisonarbeitskräften gesucht wird.

Doch mit Blick auf die wirtschaftliche Lage lassen sich womöglich noch andere alternative Herkunftsländer finden – und das auch innerhalb der europäischen Union, ohne die Notwendigkeit von Visa.

 

 

Arbeitslosigkeit und Mindestlohn in Europa

 

Die Arbeitslosenquote in vielen europäischen Ländern sinkt.

Doch es gibt immer noch Staaten, in denen relativ schwer eine Beschäftigung zu finden ist.

 

 

Tab. 1 Arbeitslosenquote der Europäischen Länder im Vergleich

 

 

In 22 von 28 EU-Ländern erhalten Arbeitnehmer momentan einen Mindestlohn.

Die Beträge unterscheiden sich enorm: In Luxemburg gilt mit 11,55 Euro der höchste, in Bulgarien mit 1,57 Euro der niedrigste Mindestlohnsatz.

Der deutsche Mindestlohn von 9,19 Euro dürfte somit vor allem für Geringverdiener ein Anreiz sein.

 

 

 

Tab. 2 Mindestlohn der Europäischen Länder im Vergleich

 

 

 

Griechenland

 

Die Bruttogehälter in Griechenland sinken aufgrund der Staatsverschuldung weiter.

Der Anteil der Niedrigverdiener ist in Griechenland in den vergangenen Jahren enorm gestiegen.

Mehr als ein Drittel aller Angestellten im Privatsektor verdient nicht mehr als 700 Euro pro Monat netto. Im Jahr 2009, vor Ausbruch der Wirtschaftskrise, lag der Anteil nur bei rund 13 Prozent.

Dabei sind die Lebenshaltungskosten in Griechenland nur geringfügig niedriger als in Deutschland.

Griechenland ist im EU-Vergleich noch immer trauriger Spitzenreiter bei der Arbeitslosigkeit.

Vor allem junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren sind von Erwerbslosigkeit betroffen, fast die Hälfte von ihnen findet keine Beschäftigung.

 

 

Slowakei und Kroatien

 

Die Arbeitslosenquote in der Slowakei hat in den letzten Jahren zwar abgenommen, doch von einem stabilen Wirtschaftswachstum ist das Land noch weit entfernt.

Der Industrie- und Bausektor hat dabei den größten Zuwachs.

Auch Autobauer wie VW und Peugeot produzieren aufgrund günstiger Lohnkosten in der Slowakei.

Der geringe Mindestlohn von 2,76 Euro macht eine kurzfristige Beschäftigung im Ausland für viele Slowaken interessant.

Nur langsam erholt sich Kroatien von der Finanzkrise. Nach dem Rekord-Höchststand der Arbeitslosenquote um 18 Prozent (2014) ist diese inzwischen zwar gesunken, doch ist dies hauptsächlich der Tourismusbranche zu zuschreiben.

 

 

Spanien und Portugal

 

Vor allem das Platzen der Immobilienblase stürzte die die spanische Wirtschaft in eine tiefe Rezession.

Der Immobilienmarkt macht ein Drittel des spanischen Bruttoinlandproduktes aus.

Mit einer derzeitigen Arbeitslosenquote von 14,7 Prozent hat Spanien zwar eine positive Entwicklung genommen (2012: 25 Prozent), liegt damit aber weit hinter dem europäischen Durchschnitt.

Spanien dürfte besonders reizvoll als Anwerberland sein, da aufgrund der in Spanien verbreiteten Erdbeer- und Spargelbetriebe sich hier viele erfahrene Erntehelfer finden lassen.

Da dort aber nur ein Mindestlohn von 4,46 Euro gezahlt wird, dürfte der doppelt so hohe Lohn in Deutschland ein guter Anreiz sein.

 

 

Lesen Sie demnächst mehr im 6. Teil unserer Saisonarbeiter-Reihe.

 

 

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