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Warum Ihre Kunden Torten und Desserts besserer nicht mit Tiefkühlbeeren zubereiten sollten

Tiefkühlbeeren erfreuen sich heutzutage großer Beliebtheit. Weil sie so praktisch sind: Truhe auf, Tüte raus, aufschneiden, Beeren auf die Torte, fertig.

Viele Verbraucher schreiben gerade TK-Produkten eine hohe Keim- und Bakterienfreiheit zu: Die Hygienebestimmungen in Deutschland sind ja streng und das Einfrieren tötet Krankheitserreger ab, oder?!
Dennoch sind Meldungen über kontaminierte Tiefkühlware – vornehmlich auch Tiefkühlbeeren – und Erkrankungen, die durch diese ausgelöst wurden, keine Seltenheit.

Hier schlummern Argumente für den Gang zum regionalen Direktvermarkter.

Krankheitserreger in TK-Beeren – kein Einzelfall!

In der Vergangenheit berichteten die Medien immer wieder über Krankheitserreger in Tiefkühlbeeren. Bei einem besonders schwerwiegenden Fall aus dem Jahr 2012 waren laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) fast 11.000 Kindergarten- und Schulkinder von akutem Brechdurchfall betroffen, nachdem sie TK-Erdbeeren zu sich genommen hatten. Untersuchungen von Bund und Ländern zeigten, dass Noroviren der Auslöser waren.

Im Sommer 2015 sorgte ein Rückruf des Discounters Aldi Nord für Aufsehen. Die eilends aus dem Verkehr gezogenen tiefgekühlten Erdbeeren und Beerenmischungen waren ebenfalls mit Noroviren kontaminiert. Die Presse berichtete von über 2o Tonnen betroffener Erdbeeren mit Herkunftsland Ägypten. Im Frühjahr 2016 gab es eine Rückrufwarnung für Verbraucher, die in Grenznähe zu Belgien leben: In den Himbeeren eines großen Tiefkühlkostanbieters wurden ebenfalls Noroviren nachgewiesen.

Das Thema ist also brandaktuell.

Einfrieren kein zuverlässiger Schutz vor Keim- und Bakterienbefall

Viele Konsumenten wissen nicht, dass Frosten keinesfalls sämtliche Keime und Bakterien in Lebensmitteln abtötet. Noroviren überleben z.B. auch bei – 20° C in Gefrierschrank oder Kühltruhe. Wie auch viele ähnliche potentielle Krankmacher verfallen sie dort nur in einen Winterschlaf. Werden die tiefgefrorenen Lebensmittel aufgetaut, sind sie wieder putzmunter.

Leider kann der Verbraucher nicht erkennen, ob seine Ware betroffen ist. Experten raten deshalb dazu, TK-Beeren vor dem Verzehr stets gründlich abzukochen, da nur so mögliche Krankheitserreger eliminiert werden.

Deutsche Produktions- und Hygienestandards häufig nicht bei Tiefkühlbeeren

Tiefkühlbeeren, die in den heimischen Supermärkten ausliegen, stammen nicht automatisch aus Deutschland: Oft kommen die Anteile einer Beerenmischung aus unterschiedlichen europäischen Ländern, ja sogar aus Übersee zu uns. Dort gelten nicht immer vergleichbar hohe Produktions- und Hygienestandards wie in Deutschland. Das Risiko einer Kontaminierung mit Noroviren steigt damit.

Das BfR warnt: Sind bei der Ernte mit Noroviren infizierte Personen aktiv, können sie den Erreger sehr schnell auf die Beeren oder deren Verpackungen übertragen. Der Gefrierprozess ist ein weiterer potentieller Gefahrenfaktor: Über verunreinigtes Wasser können dabei Krankheitserreger auf die Erzeugnisse gelangen. Auch unsachgemäße Bewässerung oder Düngung kann zu gefährlichen Verunreinigungen führen.

Fazit

Auch wenn sie noch so praktisch sind: Das Vertrauen der Verbraucher gegenüber Tiefkühlbeeren schwindet mit jedem weiteren Skandal. Hier können Direktvermarkter ansetzen und die Vorzüge Ihrer Erzeugnisse vorbringen.

Ihre Kunden werden überrascht sein, welche Auflagen Sie erfüllen müssen – und welche Qualitätsstandards Ihre selbst angebauten Produkte erfüllen, die frisch und lecker bei Ihnen im Regal liegen. Sicherlich ohne Noroviren.

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