Mit Geodaten, speziell den Daten von Fernerkundungssensoren auf Satelliten, Flugzeugen und Drohnen, können landwirtschaftliche Betriebe in der Zukunft ihre Produktivität steigern und gleichzeitig Umwelt und Biodiversität schonen.

Zur Erprobung entsprechender Technologien startet mit AgriSens DEMMIN 4.0 (Fernerkundungstechnologien für die Digitalisierung im Pflanzenbau) nun ein regionales, digitales Experimentierfeld in Mecklenburg-Vorpommern.

 

 

Hürde für Datennutzung senken

 

Das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) koordiniert die vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit 3,7 Millionen Euro geförderte Initiative zur Erprobung und Förderung digitaler Technologien und zur Nutzung von Fernerkundungsdaten in der Landwirtschaft.

Ziel des Projektes ist die Erprobung und Förderung digitaler Technologien und die Nutzung von Fernerkundungsdaten in der Landwirtschaft.
Das Projekt wird mit 3,7 Millionen Euro gefördert.

Bis zum Jahr 2023 sind in Deutschland insgesamt 50 Millionen Euro zur Förderung von sogenannten Experimentierfeldern in der Landwirtschaft eingeplant.

Daniel Spengler, Projektkoordinator, Sprecher des Experimentierfeldes und wissenschaftlicher Mitarbeiter am GFZ Potsdam: „Fernerkundungsdaten liefern reiche Datenschätze, die Landwirten für die Bewirtschaftung ihrer Fläche wichtige Informationen als Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen z.B. in der Düngung, der Aussaat oder der Bodenbearbeitung geben können. Aktuell ist die Hürde, diese Daten zu nutzen, für viele Landwirte leider viel zu hoch. Dies betrifft vor allem den Zugang zu den Daten, die Nutzung in einer Fülle von Softwarelösungen und unübersichtlichen Angeboten des Marktes. Mit dem Experimentierfeld AgriSens DEMMIN möchten wir für Landwirtinnen und Landwirte niedrigschwellige Lösungen anbieten und den Einstieg in die Nutzung von Fernerkundungs- sowie weiteren Geodaten wie Wetterdaten und Feldbeobachtungen anbieten.“

 

 

Landwirtschaftliche Betriebe können mitwirken

 

Der Forschungsverbund AgriSens DEMMIN 4.0, wird durch das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam koordiniert.

Weitere Projektpartner sind das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz, Oberpfaffenhofen und Jena, das Forschungszentrum für landwirtschaftliche Fernerkundung des Julius Kühn-Instituts (FLF-JKI) aus Braunschweig, der Deutsche Wetterdienst (DWD), die Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg (MLU), die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), sowie die Hochschule Neubrandenburg (HS-NB).

Landwirtschaftsbetriebe aus dem Raum Demmin in Mecklenburg-Vorpommern sowie Partnerbetriebe der beteiligten Einrichtungen, die sich über ganz Deutschland verteilen, sind mit praktischen Untersuchungen beteiligt.

Weitere interessierte landwirtschaftliche Betriebe können sich dem Projekt weiterhin anschließen.

 

Weitere Infos:
Dr. Daniel Spengler
Sektion Fernerkundung und Geoinformatik
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Tel.: +49 331 288-1764
Email: Daniel.Spengler@gfz-potsdam.de

 

 

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