Erasmus in der Landwirtschaft

Viele Studenten schieben mit Erasmus-Unterstützung ein Auslandssemester ein. Doch das europäische Austauschprogramm kann mehr: Es bringt z.B. Landwirte aus Frankreich und Bulgarien zusammen (hier geht’s zum ARTE-Beitrag).

Mit „Erasmus +“ liegt der Fokus nämlich abseits des Studentenaustauschs: „Mit dem Programm Erasmus+ soll Europa für den Einzelnen „erfahrbar“ werden. Das gilt für junge Menschen, egal ob Studenten, Auszubildende, Schüler oder Aktive in der Jugendarbeit, wie auch für Erwachsene, die als Fach- und Lehrkräfte in den unterschiedlichen Bildungsbereichen tätig sind,“ hieß es am 30.3.2017 in einer Erklärung der Koalitionsfraktionen im Deutschen Bundestag.

In Niedersachsen sind gezielt junge Menschen aus dem Agrarsektor angesprochen

„Junge Niedersachsen aus dem Agrarbereich erkunden Europa“ lautet der Titel eines neuen Projekts, das soeben an den Start gegangen ist. Das bedeutet neue Perspektiven für Auszubildende im beruflichen Umfeld der Landwirtschaft, des Gartenbaus und der Hauswirtschaft. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist Träger des Vorhabens, das zum milliardenschweren EU-Austausch- und Bildungsprogramm „Erasmus+“ gehört. Die Laufzeit beträgt ein Jahr.

Für ihre Praktika in Spanien, den Niederlanden und auf Zypern haben Nachwuchskräfte aus Landwirtschaft, Gartenbau und Hauswirtschaft von Ausbildungs-Fachleuten der Landwirtschaftskammer den Europass bekommen. © Anke Evers

Sie waren schon in Europa unterwegs: Für ihre Praktika in Spanien, den Niederlanden und auf Zypern haben Nachwuchskräfte aus Landwirtschaft, Gartenbau und Hauswirtschaft von Ausbildungs-Fachleuten der LWK Niedersachsen den Europass bekommen.      © Anke Evers

In diesem Zeitraum können Nachwuchskräfte bei einem Praktikum in einem EU-Staat Auslandsluft schnuppern, berufliche Praxis sammeln und Sprachkenntnisse ausbauen. Die frisch erworbenen Fähigkeiten bescheinigt der Europass.

…und dann gibt’s den Europass

Dieses Dokument überreichten Ausbildungs-Fachleute der Landwirtschaftskammer unlängst den Teilnehmern der abgelaufenen „Erasmus+“-Mobilitätsprogramme 2016/17 bei einer Feierstunde in der Ländlichen Heimvolkshochschule Mariaspring in Bovenden (Kreis Göttingen).

Der Europass soll den Inhabern, die eine Zeit lang in Spanien, den Niederlanden und auf Zypern arbeiteten, die europäischen Arbeitsmärkte erschließen. Darüber hinaus fördert der Europass länderübergreifend die Transparenz von Qualifikationen und Kompetenzen.

Was bringt Erasmus den Nachwuchskräften?

Internationale Offenheit und Mobilität sind gefragt: Fremdsprachenkenntnisse und Wissen über verschiedene Kulturen sind heute auf dem Arbeitsmarkt ebenso wichtig wie die reinen Fachkenntnisse. Zahlreiche Auszubildende und Berufsfachschüler absolvieren deshalb jedes Jahr einen Lernaufenthalt im Ausland – gefördert mit Geld aus dem „Erasmus+“-Programm.

Auslandsaufenthalte sind in der Berufsbildung nichts Exotisches mehr, aber gleichzeitig sind sie auch noch nicht Standard. Mittlerweile werden sie von Ausbildungsbetrieben, Berufsschullehrern sowie Ausbildungsberatern und nicht zuletzt von den jungen Auszubildenden als attraktive, zeitgemäße Form gesehen, Internationalität in die Berufsausbildung zu bringen.

Quellen: Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Deutscher Bundestag

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