Bild: PATS Indoor Drone Solutions

 

 

 

Viele Firmen suchen derzeit nach wirksamen und zugleich umweltfreundlichen Alternativen zu Insektiziden.

Mit Lasern und biologisch abbaubaren Pflanzensprays rücken Forscher den Schädlingen bereits zu Leibe.

Nun hat die niederländische Firma PATS Indoor Drone Solutions einen ganz neuen Ansatz gewagt:

Ihre Mini-Drohnen sollen Insektenschädlinge in Gewächshäusern automatisch beseitigen.

 

 

 

Wie funktioniert es?

 

Drohnen auf der Lande- und Ladestation.             Bild: PATS Indoor Drone Solutions

Das voll automatische System besteht aus einer Basisstation mit Stereosicht-Kameras, einer Lande- und Ladeplattform sowie mehreren Drohnen, um eine durchgängige Aktivität zu ermöglichen.

Die Kameras beobachten die Umgebung und erkennen umherfliegende Insekten.

Das System steuert dann die Drohnen in die Flugbahn der Insekten, um eine Kollision zu erzeugen.

Der Einschlag der Drohnenpropeller ist dabei tödlich für das Insekt.

 

 

 

 

 

 

Was sind die Vorteile?

 

Das System arbeitet autonom. Durch die im Gewächshaus installierte Ladestation sind die Drohnen rund um die Uhr einsatzbereit.

Die mechanische Lösung, die Insekten im Flug direkt eliminiert, reduziert die Notwendigkeit, Insektizide oder biologische Kontrolllösungen einzusetzen.

Während das Ziel aktueller Lösungen zur Insektenbekämpfung hauptsächlich die Larven von Schädlingsinsekten sind, setzt PATS auf eine Präventivlösung, die auf dem Integrated Pest Management-Prinzip (IPM) basiert.

Es kämpft gegen die Insekten und reduziert dadurch indirekt auch die weitere Ausbreitung von Larven im ganzen Gewächshaus.

 

 

Woran wurde bisher getestet?

 

Erste Tests mit einem Versuchsaufbau werden derzeit bei Holstein Flowers, einem niederländischen Züchter von Gerbera-Schnittblumen, durchgeführt.

Bisher wurden die Drohnen bei Gerbera getestet. Bild: PATS Indoor Drone Solutions

Ziel ist es, die Wirksamkeit von Mikro-Drohnen bei der Bekämpfung der goldenen Zwergmotte (Chrysodeixis chalcites) zu untersuchen, deren Raupen an Gerbera erheblichen Schaden verursachen können.

Ein groß angelegtes Pilotprojekt für weitere Kulturen soll im zweiten Quartal 2019 gestartet werden.

Erste Ergebnisse der Versuchsreihe sollen noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.

Neben Blumen stehen dabei auch Obst und Gemüse im Fokus der Entwickler.

Derzeit beschränken sich die Anwendungsbereiche allerdings noch auf Gerbera, Nachtfalterorchideen und Tomaten und auf die Insekten Goldene Zwergmotte/Goldene Tomateneule (Chrysodeixis chalcites), europäische Pfeffermotte (Duponchelia fovealis) und Lyprauta (Lyprauta oberthuri).

 

 

Wann kommt es auf den Markt?

 

PATS Indoor Drone Solutions führt mit dem Konzept zur Bekämpfung fliegender Insektenschädlinge in Gewächshäusern eine vollständig automatisierte Lösung ein, die beim Start-Up-Tag der Fruit Logistica erstmals vorgestellt wird.

„Die Lösung befindet sich derzeit in der Pilot- und Entwicklungsphase. Aber es wird erwartet, dass sie Ende 2019 auf den Markt kommen wird “, sagt Sjoerd Tijmons von PATS. „Die autonome Lösung unterstützt die Anbauer durch die Automatisierung der Insektenbekämpfung. Es erhöht die Ernteerträge, da so Schäden durch schädliche Insekten verhindert werden. “

 

 

Wer steckt hinter dem Projekt?

 

Die Firma PATS Indoor-Drohnenlösungen ist eine unabhängige Nebenfirma der Technischen Universität in Delft.

Die Mitbegründer Bram Tijmons, Kevin van Hecke und Sjoerd Tijmons haben zuvor in der MAVLab-Forschungsgruppe (Drohnen Labor) 5 Jahre lang an automatischen Drohnen geforscht.

 

 

 

https://pats-drones.com

 

 

 

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