Bundesministerin Julia Klöckner mit den Mitgliedern des Kompetenznetzwerks “Digitalisierung in der Landwirtschaft” Quelle: BMEL/Xander Heinl/photothek.net

 

 

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft soll voran getrieben werden.

Für entsprechende Projekte stellt das Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft in den kommenden Jahren 50 Millionen Euro zur Verfügung. 

Mit der Übergabe der Förderbescheide hat Ministerin Julia Klöckner nun gleichzeitig den Startschuss für die digitalen Test- und Experimentierfelder des Ministeriums gegeben.

 

 

Digitale Techniken im Test

 

Auf landwirtschaftlichen Betrieben im ganzen Bundesgebiet wird hier untersucht, wie digitale Techniken optimal zum Schutz der Umwelt, zur Steigerung des Tierwohls und der Biodiversität, vor allem aber auch zur Arbeitserleichterung der Landwirte eingesetzt werden können.

Die Felder sind auch Anlaufstellen für interessierte Praktiker, dienen dem Wissens- und Informationstransfers in die Praxis und aus der Praxis in die Experimentierfelder.

14 förderfähigen Skizzen wurden Anfang des Jahres vom Bundesministerium ausgewählt, die – teils bereichsübergreifend, teils spezialisiert auf Pflanzenanbau oder Tierhaltung – neue, innovative Methoden etablieren wollen.

Das Ministerium fördert die Projekte über die kommenden drei Jahre mit 50 Millionen Euro, insgesamt stehen für den Bereich Digitalisierung in der Landwirtschaft 60 Millionen Euro im Haushalt zur Verfügung.

 

Neue Unterabteilung gegründet

 

Die Test- und Experimentierfelder sollen „Leuchttürme im Bereich der Digitalisierung“ sein, den Ministerin Klöckner seit Amtsbeginn zielgerichtet vorantreibt und neu ausgerichtet hat.

Eine neu gegründete Unterabteilung im Ministerium ist für die Koordinierung der Digitalisierungsfragen des gesamten Ressorts zuständig, Digitalisierungsreferenten in jeder Abteilung und eine Digitalisierungsbeauftragte wurden eingeführt.

Julia Klöckner: “Mit unseren digitalen Test- und Experimentierfeldern bauen wir die Vorreiterrolle der Landwirtschaft bei der Digitalisierung weiter aus. Autonomes, satellitengesteuertes Fahren ist auf den Äckern bereits heute keine Utopie, sondern Realität. Sensoren helfen gezielt bei passgenauer Aussaat und Düngung oder haben das Einzeltier im Blick, um sein Wohlbefinden zu verbessern. Mit den 14 ausgewählten Projekten treiben wir die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich weiter voran, schaffen neue Referenzgrößen. Gut, dass es jetzt losgeht. In der Praxis – auf dem Acker, im Keller und im Stall – untersuchen wir bundesweit, wie digitale Techniken optimal zum Schutz des Klimas und der Umwelt, zur Steigerung des Tierwohls, der Artenvielfalt und zur Arbeitserleichterung eingesetzt werden können. Nachhaltigkeit wollen wir so noch besser zusammenbringen mit Ertragssicherung. Das ist entscheidend für eine gute Zukunft der Branche, steigert die Attraktivität Grüner Berufe und erhöht die gesellschaftliche Akzeptanz. Wichtig war mir daher, mit den Experimentierfeldern das gesamte Spektrum der Landwirtschaft abzudecken – vom Ackerbau über die Sonderkulturen bis zur Tierhaltung.”

 

Kompetenznetzwerk des Bundesagrarministeriums

 

Mit dem heutigen Startschuss wurde im Bundesagrarministerium auch das Kompetenznetzwerk “Digitalisierung in der Landwirtschaft” etabliert.

Dieses soll die Nutzung von Synergien zwischen den Projekten stärken und das Fachwissen aus den einzelnen Experimentierfeldern bündeln.

Dazu sollen Ergebnisse zusammengefasst, bewertet und Maßnahmenvorschläge für die strategische Weiterentwicklung von Fördermaßnahmen erarbeitet werden.

Zudem werden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen aus allen Bereichen der Digitalisierung in der Landwirtschaft hier analysiert und Lösungsvorschläge erarbeitet.

Dem Netzwerk gehören Experten aus Wissenschaft, Verbänden und Verwaltung an, geleitet wird es von der Digitalisierungsbeauftragten des Bundesministeriums.

 

 

Um diese Digitalisierung erfolgreich voran zu treiben bedarf es allerdings erst einer Voraussetzung: dem umgehenden Ausbau eines flächendeckenden schnellen Internets im ländlichen Raum.

Ansonsten werden sich Klöckners Leuchttürme wohl eher als Luftschlösser erweisen.

 

 

 

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