Otmar Trenk, Susanne Enke, Stefan Pallasch. Foto: BEEsharing

Otmar Trenk, Susanne Enke, Stefan Pallasch. Foto: BEEsharing

Weltweites Bienensterben und dramatischer Rückgang der Insektenbestände

Mit alarmierenden Meldungen dieser Art sieht sich nicht nur die landwirtschaftliche Branche regelmäßig konfrontiert.
Auf die Bestäubung von landwirtschaftlichen Flächen sind indes nur die wenigsten deutschen Imker spezialisiert. Aber gerade dort ist der Bedarf hoch.

Für einen neuen – und vor allem regionalen – Ansatz einer gut funktionierenden landwirtschaftlichen Bestäubung macht sich jetzt das Hamburger Start-up BEEsharing stark.

Die Vision von BEEsharing: 

Eine vernetzte Imkerei, die partnerschaftlich mit einer ebenso vernetzten Landwirtschaft zusammenarbeitet – zum Schutz der Insekten, zur Sicherstellung der Arten- und Nahrungsvielfalt, für hochwertige Lebensmittel und für eine intakte Stadt-Land-Beziehung; all das könnte und soll BEEsharing zukünftig leisten.

Mittels einer Online-Plattform wollen die drei Hamburger Unternehmer Ottmar Trenk, Nils Gerber und Wolfgang Reuter nun Imker und Landwirte zusammenbringen. Die Schnittstelle zwischen Imkern und Landwirten bilden dabei die drei zertifizierten Bestäubungsimker von BEEsharing – für einen einfachen, kostenlosen und zeitgemäßen Austausch zwischen den Landwirten und Imkern.

„Entscheidend ist die Verbesserung der Kommunikation und des praktischen Austauschs zwischen Imkern, Landwirten und Bienenfreunden, damit alle an einem Strang ziehen“, fasst Geschäftsführer Otmar Trenk den Kerngedanken zusammen.

Das Problem:

Lediglich 0,1 Prozent der deutschen Imker seien auf Bestäubungsdienstleistungen spezialisiert, obwohl die Wertschöpfung der Bestäubung um ein Vielfaches höher läge als die der Honigproduktion, meldet das Hamburger Startup.

Zudem stellen zunehmendes Bienensterben, eintönige Landschaften und eine starke, internationale Konkurrenz auf dem Honigmarkt die Imker vor immer größere Herausforderungen.

Auf der einen Seite also: zahlreiche Hobbyimker ohne Spezialisierung für landwirtschaftliche Bestäubung.

Auf der anderen Seite: eintönige Landschaften mit wenigen Blühstreifen und massenhaftes Bienensterben – wodurch landwirtschaftliche Betriebe Ertragseinbußen verzeichnen.

So funktioniert BEEsharing:

Bienenpaten am Stand in Hamburg. Foto: BEEsharing

Bienenpaten am Stand in Hamburg. Foto: BEEsharing

Imker können sich und ihre Bienen im Netzwerk zu Bestäubungsgruppen zusammenschließen und ihr Angebot in einem Umkreis von 150 Kilometer für Landwirte sichtbar machen.

Landwirte erhalten im Netzwerk auf Basis ihrer Angaben zu Anbauflächen und Kulturen eine erste, wissenschaftlich fundierte Bestäubungsempfehlung.

Da nur 0,1 Prozent der Imker in Deutschland speziell für die Bestäubung ausgebildet und zertifiziert sind, übernehmen die zertifizierten Imker und Gründer von BEEsharing die professionelle Beratung der Landwirte, die das Angebot nutzen möchten.

„Wir wollen erreichen, dass die Landwirte endlich eine verlässliche, bezahlbare und professionelle Bestäubung mit Honigbienen, Mauerbienen und Hummeln aus einer Hand und mit einem festen Ansprechpartner erhalten“, erklärt Trenk.

Privatpersonen und Unternehmen können im kostenlosen Online-Netzwerk den Imkern in Ihrer Umgebung geeignete Stellflächen für Bienenvölker anbieten oder sogar eine Bienenpatenschaft für bis zu vier Bienenvölker übernehmen.

„Dabei springen nicht nur 30 kg eigener gesunder Honig raus, sondern vor allem ein tieferes Verständnis für die faszinierende Welt der Bienen, die vielen immer noch fremd ist“, beschreibt Nils Gerber, CMO von BEEsharing.

Diese Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: so läge die Überlebensrate der Bienenvölker, die im Rahmen einer Bienenpatenschaft von ortsansässigen Imkern betreut wurden, im Winter bei knapp 100 Prozent.

Dies sei ein sehr gutes Ergebnis, bedenkt man die bundesweiten jährlichen Verluste von nahezu 30 Prozent, meldet das Unternehmen.

Über BEEsharing

BEEsharing Bestäubungsimker. Foto: BEEsharing

BEEsharing Bestäubungsimker. Foto: BEEsharing

Die Tatsache, dass 97 Prozent der deutschen Imker die Bienenerhaltung als Hobby betreiben, brachte den Gründer Otmar Trenk auf die Idee der „Crowd-Imkerei“.

Da Landwirte meistens größere Mengen an Bienenvölkern für die Bestäubung ihrer Kulturen benötigen, wird eine Crowd aus kleinen Imkereien gebildet, die zusammengenommen über die nötigen Kapazitäten verfügen.

Gegründet wurde BEEsharing von Otmar Trenk, Wolfgang Reuter und Nils Gerber.

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