Besuch eines Freilandversuchs                                                                                                                               Bild: Vereinigung der Spargel und Beerenanbauer e.V.

 

 

 

Eine Exkursion zum aktuellen Versuchswesen im Spargelanbau unternahm die Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer e.V. im August, gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

 

Nun liegen erste Ergebnisse der Testreihen zu Pflanzverfahren, Stickstoff-Düngung und Pflanzdichten vor.

 

 

Frühsorten im Vergleich

 

Eine Besichtigung des Versuchs „5 favorisierte Frühsorten im Vergleich“ stand auf dem Spargelhof Niemann in Wichtenbeck im Programm.

Getestet werden dort aktuelle Sorten (Cumulus, Frühlim, Prius (D/NL) und Ramires) hinsichtlich der Frühzeitigkeit, des Ertrages und der Stangengewichte im Vergleich zur Standardfrühsorte Gijnlim.

 

Die Versuchssorten werden jeweils als Kronenpflanzung und in verschiedenen Erdpresstopfvarianten angebaut.

Bei der 1. Bonitur des Rhizoms wies die Sorte Cumulus dabei das höchste Durchschnittsgewicht der Frischmasse auf, Ramires das geringste.

In der Kronenpflanzung war der Ertrag bei Frühlim am höchsten, bei Gijnlim am niedrigsten.

Beim durchschnittlichen Stangengewicht schloss Gijnlim ebenfalls am schlechtesten ab, die besten Ergebnisse liefern Cumulus und Prius.

 

 

 

 

Pflanzverfahren im Vergleich

Einen Vergleich unterschiedlicher Pflanzsysteme im Spargelanbau unter Berücksichtigung des physiologischen Pflanzenalters zum Kulturbeginn besichtigten die Tourteilnehmer ebenfalls auf dem Hof Niemann: Unterschiedliche Jungpflanzentopfkulturverfahren stehen im Vergleich zur konventionellen Rhizompflanzung im Test.

Getestet wird in den Versuchsvarianten 5x5er Erdpresstopf, Kronenpflanzung, 4x4er Erdpresstopf, 150ml konischer Erdpresstopf (Fa. Herkuplast) und 150ml konischer Erdpresstopf (Fa. Plantara, Anzucht in Spanien).

 

 

 

 

Am Ende waren die durchschnittliche Frischmassegewichte der Topfpflanzvarianten (150ml, Fa. Plantara) am niedrigsten, am höchsten im 5x5er Erdpresstopf.

Die Mittelwerte der Triebzahlen verschiedener Vorkulturverfahren im Spargel lagen ebenfalls im konischen Erdpresstopf (150ml, Fa. Plantara) am niedrigsten, beim konischen Erdpresstopf (150ml, Fa. Herkuplast) am höchsten.

Die größten Erträge liefert die 5×5 Erdpresstopf-Pflanzung, die niedrigste die im konischen Erdpresstopf (150 ml, Fa. Plantara)

 

 

 

 

 
Versuch zur reduzierten Stickstoff-Düngung

 

Im Betrieb Hinrik Leinemann in Nienhagen wurde ein Versuch zur reduzierten Stickstoff-Düngung besichtigt.

Er soll zeigen, wie sich unterschiedliche Reduzierungen der Düngung nach den aktuellen Nmin-Sollwerten (nach alter DüV) auf die Erträge im Spargel auswirken.

Geprüft wird, ob eine Reduzierung der N-Applikation die Kultur Spargel ohne finanzielle Verluste für die Produzenten durchführbar ist.

Versuche aus den 1970er bis 1990er Jahren zeigen bereits, dass sich durch eine erhöhte Stickstoffdüngung kein Mehrertrag erzielen lässt.

Es lässt sich lediglich erkennen, dass mit einem Mehrangebot an Stickstoff die Stangenstärke bedingt verändert werden kann.

 

 

 

 

Versuch zur Pflanzdichte

 

Ein Versuch zum Ertrags- und Qualitätsvergleich verschiedener Sorten in Abhängigkeit unterschiedlicher Pflanzdichten bei Spargel stand auf dem Spargelhof Heuer in Fuhrberg im Programm.

Darin wird der Einfluss verschiedener Pflanzdichten (40.000 Pfl./ha, 30.000 Pfl./ha und 20.000 Pfl./ha) auf die Erträge und Stangenqualität bei Spargel untersucht.

Gezeigt werden soll, ob ohne Verlust von Stangenqualität eine gesteigerte Produktion mit sehr hohen Pflanzdichten auf gleicher Fläche möglich ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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