Letzte Handgriffe durch Niklas Noack, angehender Doktorand am AMRL/HAWK Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit, an PRO-MAPPER vor der praktischen Vorführung. Bild: HAWK

 

 

 

 

Im Forschungsprojekt PRO-MAPPER wird an der HAWK am Standort Göttingen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ein vollautomatisierter Pflanzroboter entwickelt, der Unkraut und Krankheiten erkennen soll und diese sogar behandelt. Gefördert wird das Projekt durch das Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum Niedersachsen und Bremen (PFEIL).

 

 

Datenfusion durch Kameras

 

 

In einem großen, rund zehn Quadratmeter rechteckigen Holzbau sind einige Dutzend Zuckerrüben-Pflanzen aufgestellt, langsam fährt der Kamerakopf des Pflanzroboters auf einer Schiene die vertikalen Reihen ab und scannt von oben Pflanze für Pflanze. Etwas weiter am Kopfende sind Bildschirme und Rechner aufgebaut, hier treffen die gewonnenen Daten ein und werden analysiert. Prof. Dr. Thomas Linkugel, Leiter des Autonomous Mobile Robotics Lab (AMRL) an der HAWK und Projektleiter von PRO-MAPPER, erklärt die Grundzüge des Pflanzroboters.

„Es geht in dem Projekt darum, mithilfe einer multisensoriellen Kamera eine Datenfusion zu erzielen“, erklärt Linkugel die Funktionsweise des Pflanzroboters. Dabei würden über die unterschiedlichen Sensorquellen breitbandige Informationen über Pflanzen generiert.

 

 

 

Analyse von Anomalien

 

 

Eine KI-gesteuerte Software wird mit den visuellen Daten systematisch auf Anomalien trainiert, wobei PRO-MAPPER später nicht nur Bei- und Unkräuter erkennen, sondern auch krankhafte Veränderungen der Gewächse. Diese können dann in einem weiteren Schritt mit plasmabehandelten Flüssigkeiten nachhaltig kuriert werden.

„Grundsätzlich wollen wir die Technologie ins Feld hinausbringen: PRO-MAPPER soll, was wir im skalierten Bereich im Hochbett entwickelt haben, im groß skalierten Bereich Pflanzenkrankheiten voll autark erkennen und eine Behandlungsanweisung oder Strategie entwickeln“, so Linkugel zu den Zielen des Projektes.

 

 

Das Projekt

 

 

Die Fördermaßnahme Europäische Innovationspartnerschaft (EIP) ist Teil des Programms zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum Niedersachsen und Bremen, das durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung ländlicher Räume (ELER) finanziert wird.

An dem Projekt PRO-MAPPER beteiligt sind neben den Bereichen Robotik und Plasmatechnik an der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit auch das Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ) an der Universität Göttingen und das Unternehmen piccoplant Mikrovermehrung.

 

 

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