Gemeinsam eröffnen (von links) Heiner Husmann (2. Vorsitzender Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer e.V.), Heidelbeerkönigin Johanna, Manfred Ostermann (Landrat Heidekreis), Christina Badenhop, Hannes Badenhop und Staatssekretär Rainer Beckedorf die Heidelbeersaison.   
                                      Bild: Marketinggesellschaft Niedersachsen

 

 

Die Dürre des vergangenen Sommers macht den niedersächsischen Heidelbeeranbauern noch immer zu schaffen.

„Wir erwarten 2019 definitiv keine Rekordernte,“ sagte Heiner Husmann, Vorstandsmitglied in der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer e.V.,  anlässlich der diesjährigen Saisoneröffnung für die begehrten Sommerfrüchte auf dem Betrieb Heermanns Blaubeerland in Grethem, Landkreis Heidekreis.

Grund zur Sorge, was die Erntemenge betrifft, bestehe allerdings nicht, so Husmann.

„Derzeit gehen wir von einer durchschnittlichen Erntemenge und einer hervorragenden Qualität der Beeren aus“.

 

 

Regenschauer erwünscht

 

Doch die extreme Trockenheit des vergangenen Jahres sei auch heute noch in den Plantagen sichtbar.

Die Feuchtigkeit des Winters hat auf vielen Standorten bei weitem nicht ausgereicht, um die Defizite des vergangenen Sommers auszugleichen.

Dies führt zu sehr unterschiedlichen Beständen, je nach Wasserspeicherfähigkeit der Böden, auf denen die Beerensträucher wachsen.

„Wir sehen viele Lücken“, so Husmann. Dann tragen die Sträucher einfach keine oder deutlich weniger Früchte als auf besser versorgten Standorten.

Selbst die Ernte 2019 könne durch die leeren Wasserspeicher im Boden noch empfindlich gestört werden, meint der Heidelbeeranbauer und wünscht sich zur Haupternte zwischen Juli und September regelmäßig schönen Sommerregen: „In diesem Jahr brauchen wir regelmäßig Wasser von oben für einen ordentlichen Beerenertrag und eine gute Qualität der Früchte“.

Sonst müssten die Beerenanbauer mit Bewässerung nachhelfen, das aber sei nie so gut wie ab und an ein Regenschauer.

 

 

Selbstpflücke im Trend

 

Größere Mengen Heidelbeeren für die Belieferung des Lebensmitteinzelhandels werden in Niedersachsen ab der 1. Juliwoche geerntet.

Die Selbstpflücke, zu der viele Betriebe ihre Kunden direkt in die Plantage einladen, beginnt etwas später.

Das Pflücken der Beeren an den etwa mannshohen Sträuchern ist ein Spaß für die ganze Familie.

Viele Betriebe bieten außerdem Kaffee und selbst hergestellte Heidelbeerspezialitäten vom Kuchen bis zur Konfitüre an.

 

 

Die meisten Beeren kommen aus Niedersachsen

 

Kulturheidelbeeren sind in Deutschland die meistgeernteten Strauchbeeren.

Mit großem Abstand den größten Anteil an der Ernte hat das Bundesland Niedersachsen, wo rund 75 Prozent der deutschen Ernte anfallen.

In 162 Betrieben wurden 2018 in Niedersachsen 8.457 Tonnen Heidelbeeren geerntet, deutschlandweit waren es in 453 Betrieben 12.764 Tonnen.

Nennenswerte Anbauflächen liegen auch in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein.

Die Heidelbeeranbaufläche in Deutschland ist seit 2012 um rund zwei Drittel gestiegen und lag 2018 bei ca. 3.040 Hektar, davon lagen 1.921 Hektar in Niedersachsen (Quelle Stat. Bundesamt 2018).

Tipp: Wer selbst Heidelbeeren pflücken oder ein Blaubeercafé besuchen möchte, findet Adressen und Informationen zu vielen Heidelbeerplantagen in Niedersachsen und Tipps rund um die leckeren Beeren im Internet auf der Seite www.die-blauen-hoefe.de.

 

 

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