Großes Interesse auf beiden Seiten: Jens Schachtschneider (rechts) stellte den Geflüchteten seine Staudengärtnerei in Dötlingen vor.      Foto: LWK Niedersachsen, Walter Hollweg

Großes Interesse auf beiden Seiten: Jens Schachtschneider (rechts) stellte den Geflüchteten seine Staudengärtnerei in Dötlingen vor.        Foto: LWK Niedersachsen, Walter Hollweg

 

Eine Option auf einem nahezu leergefegten Arbeitsmarkt?

Für Betriebsleiter ist Zuverlässigkeit ein wichtiges Einstellungskriterium

Die Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten in Gartenbau, Land- und Hauswirtschaft standen am 31. Juli im Mittelpunkt einer Höfetour im Oldenburger Land.
Dreißig Geflüchtete aus Sudan, Iran, Irak, Syrien und Afghanistan besichtigten zwei landwirtschaftliche Betriebe, eine Gärtnerei, ein Lohnunternehmen und ein Hofcafé.
Zu dieser Tagestour eingeladen hatten die Willkommenslotsin der LWK Niedersachsen und die Integrationsbeauftragte des Landkreises Oldenburg.

Bei seiner Begrüßung hob Kreislandwirt Jürgen Seeger die Bedeutung von Arbeit als Aspekt einer gelingenden Integration hervor.
Im besten Fall könne daraus eine Win-win-Situation für die geflüchteten Menschen und die Betriebe werden:
„Die einen werden in die Lage versetzt, eine eigene Existenz aufzubauen, die anderen bekommen gute Arbeitskräfte auf einem nahezu leergefegten Arbeitsmarkt“, sagte Seeger.

 

Positive Erfahrungen mit Flüchtlingen als Arbeitskräfte

Diese Erfahrung hat der Dötlinger Jens Schachtschneider bereits gemacht: In seiner Staudengärtnerei beschäftigt er seit einem Jahr vier Geflüchtete als angelernte Saisonarbeitskräfte.
Mit der Leistung dieser Mitarbeiter, die in der 60-köpfigen Belegschaft „hoch angesehen“ sind, ist Schachtschneider „sehr zufrieden“.
Wichtig ist dem Gärtnermeister die Verlässlichkeit seiner Mitarbeiter.
„Wenn die bei den Geflüchteten gegeben ist und der Wille, die Sprache zu erlernen, dann klappt es auch mit der Integration“, ist sich der Staudengärtner sicher.

 

Gut gelauntes Gruppenbild: Familie Stuhr (stehend, vorne rechts) kann sich durchaus vorstellen, mit geflüchteten Menschen zusammenzuarbeiten. Foto: LWK Niedersachsen, Walter Hollweg

Gut gelauntes Gruppenbild: Familie Stuhr (stehend, vorne rechts) kann sich durchaus vorstellen, mit geflüchteten Menschen zusammenzuarbeiten.   
Foto: LWK Niedersachsen, Walter Hollweg

Gute Erfahrungen mit Mitarbeitern anderer Nationalitäten

Wegen der guten Erfahrungen mit Mitarbeitern anderer Nationalitäten ist Gerold Stuhr auch offen für geflüchtete Menschen.
Der Landwirt aus dem Dötlinger Ortsteil Rhade zeigte der Reisegruppe bereitwillig seinen Betrieb mit Milchvieh, Ackerbau und Biogas.
Grundvoraussetzung für eine Einstellung von Mitarbeitern ist für ihn die Zuverlässigkeit.
„Die fachlichen Dinge und auch die Sprache kann man lernen“, sagte der Landwirt und ergänzte: „Das gilt ganz besonders, wenn man jung ist.“
Auch Stuhr weiß um den Fachkräftemangel in der grünen Branche und ist deshalb an allem interessiert, was ihm auch künftig gute Mitarbeiter sichert.

 

Organisiert wurde die ganztägige Veranstaltung von Lydia Vaske, Willkommenslotsin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, und Ute Frankenfeld, Integrationsbeauftragte des Landkreises Oldenburg.
Unterstützt wurde die Höfetour von der Diakonie Delmenhorst Oldenburg Land, dem Ehrenamtsverbund „Willkommen in Wildeshausen“ und der Gemeinde Dötlingen.
Auch die Agentur für Arbeit sowie das Jobcenter waren mit dabei.
Nach ähnlichen Höfetouren im Landkreis Osnabrück und Raum Hannover war es die dritte Veranstaltung dieser Art.

Quelle: LWK Niedersachsen

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Hier geht’s zu unserem Artikel „Flüchtlinge als Erntehelfer?“ aus dem Jahr 2016

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