Diskussion Flüchtlinge als Erntehelfer

Die erste Aufregung hat sich gelegt: Inzwischen sind die meisten Flüchtlinge schon ein Jahr oder länger in Deutschland. Standen ihrem Einsatz als Erntehelfer im letzten Frühling noch diverse „erst mal“s entgegen – erst mal ankommen, eingewöhnen, Deutsch lernen – ist die Frage für die Saison 2017 wieder offen.

Warum Arbeitskräfte aus Osteuropa holen und beherbergen, wenn nebenan im Flüchtlingsheim Arbeitswillige Däumchen drehen? denken die Einen.
Warum auf unsere bewährten Helfer verzichten – und wer weiß, ob die Flüchtlinge mit der anstrengenden Erntearbeit überhaupt klarkommen? meinen die Anderen.

Auch der Gedanke an den notwendigen Papierkram bremst die Bereitschaft, Flüchtlinge einzusetzen.
Zumindest die Vorrangprüfung hat sich allerdings in den meisten Gegenden Deutschlands vorerst erledigt:
Anfang August hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles die Prüfung, ob es geeignete inländische Bewerber für eine von einem Flüchtling angestrebte Stellung gibt, in den meisten Bezirken der Bundesagentur für Arbeit für drei Jahre ausgesetzt.

Die verbleibenden 23 Agenturbezirke befinden sich in Bayern (Aschaffenburg, Bayreuth-Hof, Bamberg-Coburg, Fürth, Nürnberg, Schweinfurt, Weiden, Augsburg, München, Passau, Traunstein), in Nordrhein-Westfalen (Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Recklinghausen) sowie in Mecklenburg-Vorpommern, das vollständig ausgenommen wurde. Hier wird weiterhin eine Vorrangprüfung bei Asylbewerbern und Geduldeten durchgeführt.

Und was sagen die Geflüchteten? Maher aus Syrien möchte „keinen Almosen, lieber arbeiten fürs Geld“.
Auch Khalid aus Pakistan möchte lieber heute als morgen arbeiten.
„Trage gut, auch schwer“ erklärt er in stockendem Deutsch – auch vor schweren Arbeiten wird er sich nicht drücken, meint er.

 

 

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