Nachhaltigkeit, Produktivität und Transparenz sind große Chancen der Digitalisierung in der Landwirtschaft. Dabei leistet der Einsatz von Robotik in Feld und Stall einen erheblichen Beitrag.

Wichtig ist, dass auch kleinere und mittlere Betriebe davon profitieren.

Wie das funktionieren kann, zeigt das neue Whitepaper des bei Bayern Innovativ angesiedelte Kompetenz-Netzwerk Digitale Landwirtschaft Bayern (KNeDL).

Im neuen Whitepaper stellt das Kompetenz-Netzwerk Digitale Landwirtschaft (KNeDL) Ergebnisse aus verschiedenen Studien und Befragungen vor und geht dabei auf die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung in der bayerischen Landwirtschaft ein. Außerdem werden Beispiele aus der Praxis, deren Anwendungsfelder sowie Handlungsempfehlungen präsentiert. Lassen Sie sich im Whitepaper Antworten geben auf die Frage: „Landwirt und Roboter – das perfekte Team?“

 

 

Digital gut aufgestellt

 

 

Landwirtschaftliche Betriebe sehen in der Unterstützung durch Roboter eine große Arbeitserleichterung und einen Zeitgewinn. Ihr Einsatz verspricht außerdem einen effizienteren Umgang mit Ressourcen. Melk- und Futterroboter sowie Feldroboter für Bodenbearbeitung, Aussaat, Ernte sowie für Düngung und Pflanzenschutz sind heute bereits im Stall und auf dem Feld unterwegs. 

Landwirte müssen sich oft aktuellen Herrausforderungen stellen und versuchen mit innovativen Lösungen gegenzusteuern, weiß Christian Metz, Leiter des KNeDL. So nutzt die Agrarbranche bereits seit vielen Jahren GNSS-Daten, um Landmaschinen zu orten und zu steuern. Damit auch kleinere Betriebe von dem digitalen Wandel profitieren können, braucht es Ansätze, die mit einer besonders guten User Experience ausgestattet sind, fordert Jörg Dörr, Professor für Digital Farming an der Technischen Universität Kaiserslautern und Institutsleiter am Fraunhofer IESE. „Durch Steigerung der Arbeitseffizienz und -entlastung der Landwirtinnen und Landwirte kann Digital Farming auch kleinere Höfe befähigen, wettbewerbsfähig zu bleiben,“ ist der Experte überzeugt.

Mehr als zwei Drittel der Teilnehmenden einer Onlinebefragung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) gaben an, bereits mindestens eine digitale Technologie im eigenen Betrieb zu nutzen. Die meisten Investitionen gingen in digitale Ackerschlagkarteien, automatische Lenksysteme und GPS-gesteuerte Teilbreitenschaltung.

 

 

 

Digitalisierung nicht ohne Vorbehalte

 

 

Die größten Hemmnisse für eine Digitalisierung sind laut der Onlinebefragung des LfL die teils hohen Anschaffungskosten, die Sorge um die Datensicherheit und die oft fehlende Kompatibilität der verschiedenen Systeme. Dazu kommt der in manchen ländlichen Gebieten fehlende Ausbau der Mobilfunknetze.

Doch Informationskampagnen und Beratungen von Institutionen wie Bayern Innovativ bis hin zur einzelbetrieblichen Förderungen seitens des Staates zeigen Wirkung.

 

 

 

Optimale Voraussetzungen schaffen

 

 

Die Chancen der Digitalisierung mit Blick auf die Robotik sind enorm. Um sie zu nutzen, müssen Technik ausgebaut, Akzeptanz erhöht und die rechtlichen wie auch technischen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Bayern Innovativ trägt mit ihrem Kompetenz-Netzwerk Digitale Landwirtschaft Bayern dazu bei, wie Christian Metz erläutert: „Wir informieren landwirtschaftliche Betriebe, aber auch Kommunen. Gleichzeitig vernetzen wir sie mit zahlreichen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich mit Digitalisierung beschäftigen.“

 

 

Das Whitepaper ist als kostenfreier Download erhältlich:
https://www.bayern-innovativ.de/de/netzwerke-und-thinknet/uebersicht-digitalisierung/kompetenznetzwerk-digitale-landwirtschaft-bayern/seite/whitepaper-digitalisierung-in-der-landwirtschaft

 

 

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