Durch die senkrechte Aufstellung spezieller Solarmodule kann das Licht von beiden Seiten verwertet werden. Bild: Next2Sun GmbH

 

 

 

Solaranlagen nehmen meist viel Platz in Anspruch und blockieren dadurch Flächen.

Doch was wäre, wenn Solarpaneele vertikal aufgestellt werden könnten und nicht mehr Platz benötigen würden, als ein Zaun?

Und man zwischen ihnen weiterhin Landwirtschaft betreiben könnte?

Genau diese Idee steckt hinter Next 2 Sun.

 

 

 

Was ist Next2Sun?

 

Die Next2Sun GmbH wurde 2015 gegründet, um einen neuen Photovoltaikanlagentyp einzuführen, der im Gegensatz zu herkömmlichen Photovoltaik-Systemen seine Erzeugungsspitzen morgens und abends erreicht.
Gemeinsam haben die Mutterunternehmen Ökostrom Vaar GmbH und Solverde Bürgerkraftwerke Energiegenossenschaft eG die Entwicklung eines neuen Photovoltaik-Anlagentyps bis zur Marktreife gebracht.

Die Kernidee hinter dem Anlagenkonzept ist die senkrechte Aufstellung spezieller Solarmodule, die das Licht von beiden Seiten verwerten können („bifaciale“ Module).
Das Stahlkonstrukt besteht aus Pfosten und Riegeln. Jeweils zwei Pfosten und Riegel tragen ein Glas-Glas Modul sowie ein individualisierbares Zaunelement(Maschendraht, Stabgitter, Sichtschutzplatte) im unteren Bereich. Die Gesamthöhe des bifacialen Zaunsystems ist flexibel modifizierbar. In der Standardausführung beträgt sie 1,50m bis 1,80m.

 

 

 

Wie funktioniert es?

 

 

Die Fläche eines Next2Sun Solarparks kann nahezu vollständig weiter für die Landwirtschaft genutzt werden. Der Produktionsfaktor Boden bleibt erhalten, da keine Flächen versiegelt und nur 1 % der Fläche überbaut werden.
Weder der Wasser- noch der Solarstrahlungshaushalt werden nennenswert verändert: Die Solaranlage benötigt nur ca. 10-15% der gesamten Einstrahlung, sodass ausreichend Sonnenlicht für die Photosynthese zur Verfügung steht.

Für eine Next2Sun-Anlage sind zudem in aller Regel keine größeren externen Ausgleichsflächen erforderlich, da die Anlagenfläche selbst ökologisch hochwertig gestaltet werden kann. So kann der „Flächenfraß“ weiterhin minimiert werden.
Die mindestens 10 Meter breiten Reihenzwischenräume ermöglichen die Nutzung mit herkömmlichen Landmaschinen, sodass eine effiziente Arbeitswirtschaft gewährleistet bleibt.
Mit üblichen Arbeitsbreiten können ca. 90 % der Solarparkfläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Je nach Anforderungen der Bewirtschaftung können die Abstände zwischen den Reihen auch individuell bis zu 20 Meter erweitert werden. Auch Weidewirtschaft ist möglich, indem die Anlage technisch entsprechend geschützt wird.

Je nach Nutzungsart werden die eingesetzten Maschinen (Beispiel: Schutz gegen Steinschlag), aber auch die PV-Anlage selbst (Beispiel: Schutz gegen Kabelbiss bei Weidewirtschaft) technisch angepasst, sodass die für den bewirtschaftenden Betrieb eine optimale Nutzungsart ermöglicht werden kann.

 

 

Stromproduktion mit hohen Markterlösen

 

Eine interessante Anwendungsmöglichkeit des Next2Sun Konzeptes ist auch die Eigenproduktion des betrieblichen Strombedarfs. Die beiden Modulseiten sind nach Osten und Westen gerichtet, dadurch erfolgt die Stromproduktion vor allem am Vormittag und Abend.
Mit zunehmendem Ausbau erneuerbarer Energien verstärken sich die Unterschiede zwischen Zeiten hoher und niedriger Einspeisung aus Wind und Sonne.
Bereits heute wird dies beinahe täglich in den Morgen- und Abendstunden sichtbar, wenn der Verbrauch hoch, die Einspeisung aus Solaranlagen aber gering ist: In diesen Zeiten treten die
höchsten Strompreise auf und signalisieren damit Knappheit. Umgekehrt nehmen die Phasen sehr niedriger oder sogar negativer Preise um die Mittagszeit immer mehr zu und lassen ein Überangebot erkennen.

Anlagen mit dem Next2Sun-Konzept speisen den Strom aber genau dann ein, wenn andere PV-Anlagen nur eine geringe Produktion aufweisen. Dadurch werden die Stromnetze, insbesondere in den unteren Spannungsebenen, stark entlastet.
Next2Sun-Anlagen können wohl auch dort noch einspeisen, wo die Netze durch Wind- und konventionelle PV-Anlagen annähernd ausgelastet sind.

Das PJ-System profitiert auch direkt vom Marktgeschehen: Durch die typischerweise zur Mittagszeit niedrigen und in den Morgen- und Abendstunden hohen Strompreise erzielen die
Anlagen höhere Durchschnittserlöse. Nach Firmenangaben erhält man in der Praxis 5 bis 10 % höhere Markterlöse im Vergleich zu konventionellen PV-Anlagen.
Nicht nur beim Verlauf der Stromproduktion, sondern auch in der Höhe der spezifischen Erträge sind Next2Sun-Anlagen angeblich den klassischen, nach Süden ausgerichteten Anlagen um eine Länge voraus: je nach verwendetem Modultyp werden laut Firma 5 bis 15 % höhere Stromerträge pro kW erreicht.

 

 

Weitere Informationen unter https://www.next2sun.de/

 

 

 

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