Der bisherige von einem Schlepper gezogene Sparter-Prototyp beim Ernteeinsatz.                                                                                           Foto: Heike Sommerkamp

 

 

 

Unter Spargelanbauern sorgt die Firma Cerescon seit Jahren für Furore.

Das Hightech-Start-up der Brüder Marc und Ad Vermeer hat mit dem “Sparter” einen selektiven Spargelernter kreiert, der bereits den begehrten Innovationsaward „Best of 2017“ erhielt.

 

 

Der Sparter

 

In einem einzigen Durchgang kann die Maschine den gesamten reifen Spargel ernten, für den bisher 60 bis 75 Arbeitskräfte drei Tage hintereinander eingesetzt werden mussten.

Doch der Vorteil liegt nicht nur in der Personaleinsparung: Bereits Tage bevor der Spargelkopf die Oberfläche erreichen würde, ist eine schonende Ernte möglich.

Dies steigert die Qualität und ermöglicht verlängerte Ernteintervalle.

In der Spargelsaison 2019 waren zwei Prototypen des Sparters im Praxiseinsatz, einer davon auf einem Hof in Brandenburg (hier geht es zum Beitrag).

Die Ergebnisse und Optimierungen der Tests werden in die 0-Serie einfließen: Für die Saison 2020 werden die ersten 6 Maschinen zum Verkauf produziert.

Für die Saison 2021 ist die Produktion und der Absatz von 16 Maschinen geplant.

 

 

Neues vom Sparter

 

Auf der Interaspa praxis 2019 stellte die niederländische Firma nun ihre nächste Innovation vor.

Nachdem mehrere Jahre die mehrreihige, von einem Schlepper gezogene Maschine entwickelt wurde, kommt nun der Sparter als Selbstfahrer.

Bereits in der nächsten Saison werden zwei selbstfahrende Maschinen getestet.

 

 

Auf der Interaspa praxis 2019 stellten Thérèse van Vinken und Ad Vermeer ihr neues Projekt vor.                                            Bild: Kerstin Panhorst

„Die richtig großen Spargelbauer sind nicht die Early Adapters“, sagt Thérèse van Vinken.

 

Die mittelgroßen Betriebe seien hingegen interessierter und offener für Innovationen.

 

„Mit der einreihigen Variante mit Schlepper und Traktor können diese aber nicht schnell genug ihre Ausgaben zurück verdienen“, erklärt die Cerescon-Geschäftsführerin.

 

 

 

 

 

Deshalb entwickelten Erfinder Ad Vermeer und sein Team den Selbstfahrer, der sich auch schon für Betriebe ab 30 oder 40ha lohnt.

„Da kann man in ca. 4 bis 5 Saisonen seine Ausgaben zurückverdienen, je nach Effizienz und Länge der Reihen“, sagt Thérèse van Vinken über das mit 350.000 Euro bezifferte Gefährt.

 

 

So wird der neue Selbstfahrer aussehen. Grafik: Cerescon

 

 

Das Erntemodul des Selbstfahrers ist dasselbe wie im bisherigen Sparter, die Karosserie und Unterkonstruktion des sich auf Raupen bewegenden Fahrgestells ist hingegen neu.

Anstelle des vorher eingesetzten großen Generators mit Batterie übernimmt ein Dieselmotor die Stromversorgung.

Für die Wende braucht der Selbstfahrer nur noch 6 Meter statt der beim Sparter üblichen 9 Meter, wodurch weniger Ernteverlust entsteht.

„Wir haben schon viele positive Reaktionen bekommen, das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, ist sich Thérèse van Vinken sicher.

 

 

 

https://www.cerescon.com/NL/home

 

 

 

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