Die AgrarJobBörse (AJB) ist ein gemeinsames Projekt aller Landwirtschaftskammern in Deutschland.

 

 

Der Aufruf nach Erntehelfern scheint zu fruchten.

Rund 1000 Personen haben sich zum Beispiel in den vergangenen Tagen bereits als Erntehelfer auf www.agrarjobboerse.de eingetragen.

Hintergrund ist, dass Saisonkräfte aus Osteuropa im Zuge des Kampfes gegen die schnelle Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 (Coronavirus) nicht einreisen dürfen.

Somit fehlen den landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betrieben in Niedersachsen Erntehelfer.

 

 

Angebote und Gesuche aus ganz Deutschland

 

Die AgrarJobBörse (AJB) ist eine Plattform, auf der Interessen von Arbeitnehmern, Auszubildenden, Praktikanten und potenziellen Arbeitgebern aufeinandertreffen.

Das Portal ist ein gemeinsames Projekt aller Landwirtschaftskammern in Deutschland und enthält Angebote und Gesuche aus ganz Deutschland.

„Wir haben die AgrarJobBörse optimiert für die Gewinnung von Erntehelfern“, erklärt Dr. Matthias Heyder, bei der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen Leiter des Fachbereichs Arbeitnehmerberatung, Weiterbildung.
Unter den Personen, die ihre Unterstützung nicht nur bei der Ernte, sondern auch im Verkauf oder im Vertrieb anbieten, sind Menschen, die sonst beispielsweise in der Gastronomie, der Veranstaltungstechnik und anderen Berufen beschäftigt sind – aber auch viele Studenten und Schüler.

 

 

Nebenbeschäftigung attraktiver gestaltet

 

Die Bundesregierung habe die Zuverdienstmöglichkeiten für Erntehelfer gerade erst attraktiver gestaltet, betont der LWK-Arbeitnehmerexperte: „Einkommen aus einer Nebenbeschäftigung wird übergangsweise bis Ende Oktober 2020 bis zur Höhe des Nettolohns aus dem eigentlichen Beschäftigungsverhältnis nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet.“

Mit dieser Regelung werde der finanzielle Anreiz zur Aufnahme einer Nebenbeschäftigung als Saisonarbeitskraft erhöht.

Die LWK weiß um die besonderen Anforderungen der Betriebe. Für diese bietet sich die Chance, die ein oder andere Aushilfskraft womöglich auch auf längere Sicht zu gewinnen.

„Das kann auch dazu beitragen, in der Bevölkerung ein besseres Verständnis für die Belange der Landwirtschaft zu schaffen“, wie Dr. Heyder anmerkt.

 

 

Effiziente Vernetzung

 

Die LWK freut sich über die große Bereitschaft der breiten Öffentlichkeit, die Landwirtschaft zu unterstützen, wie Kammerdirektor Hans-Joachim Harms betont.

„Die AgrarJobBörse war schon immer eine stark frequentierte Plattform, auf der sich Arbeitssuchende und Arbeitgeber effizient vernetzen können. Wir hoffen, dass wir den landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betrieben mit unserem Portal auch jetzt mit Blick auf die bevorstehende Erntezeit helfen können“, so Harms.

Für Betriebe, die ein AJB-Stellenangebot aufgeben, hat Dr. Heyder einen Tipp: „Wenn Sie das Kreuz bei ,Weiterleitung zur Agentur für Arbeit‘ setzen, fällt der Aufwand der Einschaltung des Arbeitgeberservices für Sie weg.“

Die Kontaktaufnahme zwischen Arbeitswilligen und Stellenanbieter erfolgt ganz einfach per E-Mail oder Telefon; falls gewünscht, sind auch Chiffreanzeigen möglich.
 
Betriebe haben die Wahl zwischen einem kostenfreien Standard- und einem Premiumstellenangebot.

Bei der Premiumwahl lassen sich weitere Infos zum Betrieb wie Bilder, Logos und Ähnliches hinzufügen.
 
Wer Fragen zu den Beschäftigungsverhältnissen hat, kann den Infobereich auf der AJB nutzen und sich an die LWK-Spezialberater zu Beschäftigungsverhältnissen wenden.

 

https://www.agrarjobboerse.de/

 

 

 

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