Die Erdbeerernte hat begonnen und die ersten Direktvermarkter stellen ihre Verkaufshäuschen auf.

Und auch die Felder für die Selbstpflücke könnten für den Publikumsverkehr geöffnet werden – aber ist das angesichts der Corona-Pandemie überhaupt erlaubt? Und wenn ja – welche Hygienemaßnahmen müssen getroffen werden?

Bisher gibt es dafür keinen bundesweit gültigen Maßnahmenkatalog, aber grundsätzliche Hygieneregeln. Im Zweifelsfall entscheiden die lokalen Ordnungsämter, ob diese genügend eingehalten werden.

Wer unsicher ist, sollte bei seinem zuständigen Ordnungsamt nachfragen, da dieses bei Nichteinhaltung der Regeln auch eine Schließung veranlassen kann.

Wir geben einen Überblick über die grundsätzlichen Regeln und Maßnahmen.

 

 

Selbstpflücke erlaubt

 

Lange Zeit war nicht klar, ob die Selbstpflücke in diesem Jahr erlaubt sein würde.

Zunächst hieß es vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, dass das Selbstpflücken von Obst kein Fall von notwendiger Lebensmittelversorgung sei.

Stattdessen sei es ein Angebot von Freizeitaktivitäten, die im Rahmen der Corona-Kontaktverbotsregeln untersagt sind.

Nun aber heißt es vom Ministerium, die Selbstpflücke ist nach § 5 der Corona-Schutzverordnung grundsätzlich erlaubt.

Da die Felder für die Selbstpflücke sich in der Regel im Privatbesitz befinden, gelten auf ihnen die Regeln zum öffentlichen Raum nicht, sondern die für den Handel.

Und nach §5, Absatz 1 der CoronaSchVO ist die Direktvermarktung für Landwirtschaftliche Betriebe erlaubt.

 

 

Abstandsregeln auch auf dem Feld

 

Auch bei der Selbstpflücke müssen bestimmte Hygiene-Maßnahmen getroffen und Corona-Regeln eingehalten werden:

 

  • In Deutschland gilt eine Maskenpflicht beim Einkauf – also auch beim Einkauf in der landwirtschaftlichen Direktvermarktung. Besucher dürfen also auch nur mit Gesichtsmaske zur Selbstpflücke.
  • Auch auf dem Feld muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Personen eingehalten werden, wenn nötig muss die Zahl der gleichzeitig dort befindlichen Pflücker reduziert werden.
  • Auch eine Vermeidung von Warteschlangen muss gewährleistet sein, Markierungen am Boden und entsprechende Warnschilder am Eingang des Feldes sind hier sinnvoll.
  • Obwohl eine Übertragung des Virus über Lebensmittel unwahrscheinlich ist, sollte eine Möglichkeit zur Handdesinfektion oder zum Händewaschen vor dem Pflücken gegeben sein oder Einweghandschuhe ausgegeben werden.
  • Anmeldung und Verkauf sollten wenn möglich an verschiedenen Ständen erfolgen.
  • Bei der Bezahlung sollte auf Bargeld verzichtet werden oder eine Schale mit Wechselgeld genutzt werden, um den direkten Kontakt zu vermeiden.
  • Der Verzehr von Lebensmitteln in der Verkaufsstelle und in einem Umkreis von 50 Metern um die Verkaufsstelle ist untersagt.
  • Die Hygieneregeln sollten auf gut lesbaren Tafeln kommuniziert und auch vom Personal weitergegeben werden.

 

 

Direktvermarktung erfordert Vorkehrungen

 

Zwar darf der Lebensmitteleinzelhandel während der kompletten Corona-Krise seine Türen öffnen, doch auch hier gelten bestimmte Regeln.

Diese müssen auch in der Direktvermarktung, vom Hofladen bis zur Spargelhütte oder zum Erdbeerhäuschen, eingehalten werden.

 

Folgende Vorkehrungen sind zu treffen:

 

  • Vermeidung von Warteschlangen
  • Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern bei Warteschlangen, falls möglich durch Bodenmarkierungen gekennzeichnet
  • in geschlossenen Verkaufsräumen darf sich nur eine Person pro zehn Quadratmeter der Verkaufsfläche aufhalten
  • der Verzehr von Lebensmitteln in der Verkaufsstelle und in einem Umkreis von 50 Metern um die Verkaufsstelle ist untersagt
  • Kunden und Verkäufer müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen
  • wenn möglich, kann ein Spritzschutz an der Theke angebracht werden
  • Desinfektionsmittelspender für Kunden und Verkäufer bereitstellen, ggf. Einweghandschuhe
  • Bei der Bezahlung sollte auf Bargeld verzichtet werden oder eine Schale für das Wechselgeld genutzt werden, um den direkten Kontakt zu vermeiden
  • Bei Schichtwechsel alle Oberflächen desinfizieren
  • Die Hygieneregeln sollten auf gut lesbaren Tafeln kommuniziert und auch vom Personal weitergegeben werden.

 

 

 

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