Die Umsetzung der Bundes-Soforthilfen für kleine Unternehmen steht – und bezieht nun auch die Landwirtschaft explizit mit ein.
Eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung wurde zwischen Bund und Ländern finalisiert.

Die Soforthilfen des Bundes in einem Umfang von bis zu 50 Milliarden Euro gelten somit auch für Landwirte.
Bis zum 31.05.2020 können sie bei der zuständigen Landesbehörde gestellt werden.

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner: “Der Beschluss ist ein wichtiges Signal für die Land- und Forstwirtschaft. Erfolgreich haben wir uns dafür eingesetzt, dass die gesamte Branche unter den Schirm des Hilfsprogramms kommt – also auch die Land- und Forstwirtschaft sowie der Gartenbau. Denn gerade in diesen Zeiten wird deutlich, wie wichtig eine flächendeckend bäuerliche und regionale Landwirtschaft ist. Kleinen Betrieben greifen wir in diesem Sinne unter die Arme und helfen ihnen, akute Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Das sichert Existenzen. Unsere heimische Erzeugung zu unterstützen und aufrecht zu erhalten, ist in unser aller Interesse.“

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hierzu: “Die Soforthilfen des Bundes gelten auch für Landwirte. Denn ebenso wie andere kleine Unternehmen, Freiberufler und Selbständige ist auch die Not vieler Landwirte aktuell hoch. Daher stellen wir Einmalzahlungen von bis zu 15.000 Euro schnell und unbürokratisch zur Verfügung. Die notwendige Umsetzung mit den Ländern wurde heute geeint. Die Ansprechpartner in den Ländern, die für Umsetzung und Aussetzung zuständig sind, sind benannt. Nun können die Gelder schnell fließen.”

 

 

Wer ist antragsberechtigt?

 

Landwirte und Betriebe mit landwirtschaftlicher Produktion mit bis zu zehn Beschäftigten (Vollzeitäquivalente), die wirtschaftlich am Markt als Unternehmen tätig sind.
Sie müssen ihre Tätigkeit von einer inländischen Betriebsstätte oder einem inländischen Sitz der Geschäftsführung aus ausführen und bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sein.
Daneben gelten die Soforthilfen für kleine Unternehmen, Freiberufler und Soloselbständige.

 

 

Umfang der Soforthilfe

 

Die Soforthilfe dient der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Unternehmen und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Krise.

Unternehmen bzw. Selbständige aus allen Wirtschaftsbereichen mit bis zu 5 Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Monate beantragen, Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten einen einmaligen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro, ebenfalls für drei Monate.

 

 

 

Antragsverfahren

 

Das Soforthilfe-Programm verzichtet bewusst auf ein bürokratisches Antragsverfahren, um eine rasche und unbürokratische Auszahlung zu gewährleisten.
Die Angaben zum Antrag müssen aber richtig sein – Falschangaben können den Tatbestand des Subventionsbetrugs erfüllen und zu entsprechenden strafrechtlichen Konsequenzen führen.
Der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten

geraten ist.
Antragstellende Unternehmen dürfen sich nicht bereits am 31.12.2019 in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben.

Anträge können bei den zuständigen Ansprechpartnern in den Ländern elektronisch gestellt werden.

Belege für Ausfälle sind nicht erforderlich!

Anträge sind bis spätestens 31.05.2020 bei der zuständigen Landesbehörde zu stellen.

Die Umsetzung und Auszahlung der Mittel erfolgt über die Länder.

Der Bescheid über die Gewährung einer Soforthilfe kommt schon nach wenigen Tagen per Mail.

 

Hier können die Anträge gestellt werden:

 

Baden-Württemberg https://wm.baden-wuerttemberg.de/soforthilfecorona

Bayern www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Berlin www.ibb.de/coronahilfen

Brandenburg www.ilb.de/de/covid-19-aktuelle-informationen/aktuelleunterstuetzungsangebote/

Bremen www.babbremen.de/bab/coronasoforthilfe.html
www.bisbremerhaven.de/antrag-coronasoforthilfe.99067.html

Hamburg www.ifbhh.de/magazin/news/coronavirus-hilfen-fuerunternehmen

Hessen wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/soforthilfe-fuerselbststaendige-freiberufler-undkleine-betriebe

Mecklenburg-Vorpommern http://www.lfimv.de/foerderungen/coronasoforthilfe

Niedersachsen www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19–Beratung-für-unsere-Kunden.jsp

Nordrhein-Westfalen https://wirtschaft.nrw/corona

Rheinland-Pfalz https://isb.rlp.de/home.html

Saarland www.corona.wirtschaft.saarland.de

Sachsen www.sab.sachsen.de/

Sachsen-Anhalt www.ib-sachsenanhalt.de/coronavirusinformationen-fuer-unternehmen

Schleswig-Holstein www.ibsh.de/infoseite/corona-beratungfuer-unternehmen/

Thüringen https://aufbaubank.de/Foerderprogramme/Soforthilfe-Corona-2020

 

Ausfälle dokumentieren

Da noch nicht klar ist, ob über die Soforthilfe hinaus weitere finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, empfiehlt es sich alle Ausfälle und Kosten zu dokumentieren.

Dafür sollten Kosten für Saisonarbeiter, Pflanzungen, Düngemittel etc. schriftlich festgehalten werden. Lieferscheine usw. sollten aufbewahrt werden.

Auch eine Anmeldung bei Erntehelfer-Vermittlungsportalen empfiehlt sich, um später nachweisen zu können, das man sich um Ersatz bemüht hat.

 

 

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