Was beeinflusst den Humusaufbau? Eignen sich Pflanzenkohle oder Hecken als Kohlenstoffspeicher? Wie lange halten Maßnahmen vor und wie sicher sind sie nachweisbar, um sie zu belohnen? Bei einem Online-Workshop der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) beleuchteten renommierte Vortragende Hintergründe und zeigten Wissenslücken auf. Fast 300 Interessierte diskutierten, wie Carbon Farming den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz steigern kann.

Dabei erwiesen sich einfache Lösungen häufig als fadenscheinig; komplexe Lösungen als zeitaufwendig. Landwirtschaftliche Forschung, Beratung und Betriebe müssen daher gemeinsam schnelle, aber passende Lösungen finden.

 

 

Maßnahmen und Ergebnisse

 

Wie kann Kohlenstoff in der Landwirtschaft gebunden werden, um zum Klimaschutz beizutragen? Bleibt der zusätzlich eingebrachte Kohlenstoff wirklich langfristig im Boden oder den Gehölzen, wie es nötig wäre? Sollten eher die Maßnahmen oder das Ergebnis belohnt werden und welcher Aufwand ist für den Nachweis erforderlich?

Diese Fragen diskutierten knapp 300 Personen beim Workshop Carbon Farming, dem ersten einer Serie der DAFA-Plattform „Landwirtschaft in Klimawandel“. Die hervorragenden Vorträge und die große Resonanz der Teilnehmenden aus Forschung, Politik, Beratung und Praxis ermöglichten es, die Chancen, Herausforderungen und Erfordernisse von Carbon Farming aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.

Nach dem Workshop konnten Teilnehmende ihre Arbeiten zu Carbon Farming vorstellen, um so den Austausch zu diesem Zukunftsthema und das gemeinsame Arbeiten zu fördern. Durch die Veranstaltung führten die Gastgeber:innen Dr. Annette Freibauer (LfL Bayern), Dr. Claudia Heidecke (Thünen-Institut) und Prof. Dr. Claas Nendel (ZALF).

 

 

Humus, Hecken und Pflanzenkohle

 

Humusaufbau mit ackerbaulichen Maßnahmen wurde wegen der potentiell geringen Menge pro Flächeneinheit und des aufwändigen Nachweises mit Blick auf eine CO₂-Zertifizierung kritisch betrachtet. Dahingegen bewerteten die Teilnehmenden Hecken und Knicks sowie den Einsatz von Pflanzenkohle als klimawirksame Kohlenstoffsenken positiv.

Allerdings bleibt der Nachweis von durchgeführten Maßnahmen oder die Messung von Ergebnissen, die ja für Jahrzehnte wirken sollen, rechtlich und praktisch schwierig. Bis Carbon Farming ein verbreiteter betrieblicher Geschäftszweig wird, so die Einschätzung vieler Teilnehmender, seien noch etliche Hürden zu nehmen, angefangen bei teils fehlenden Erkenntnissen zur Stabilität des eingebrachten Kohlenstoffs, unklaren politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von CO₂-Zertifikaten, bis hin zu unklaren Prognosen der Wechselwirkungen im Klimawandel.

 

Weitere Informationen zur Plattform Landwirtschaft im Klimawandel finden Sie auf der Website der DAFA: https://www.dafa.de/foren/plattform-klimawandel/

 

 

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