Foto: Heike Sommerkamp

 

 

Das Bienensterben ist derzeit in aller Munde. Aber auch Hummeln, Käfer und andere Insekten finden immer weniger Nahrungsquellen.

Naturnahe Flächen verschwinden, die Diversität der Landschaft nimmt ab.

Für die Tiere wird es problematisch, Nektar und Pollen zu finden, vor allem im Spätsommer und Herbst.

Blühstreifen auf landwirtschaftlichen Flächen können dabei Abhilfe schaffen.

 

 

Wozu ein Blühstreifen?

 

Ein Blühstreifen am Feldrand dient als Nahrungsquelle für Insekten.

Im Winter bietet er zusätzlich vielen Wildtieren Deckung.

Die Pflanzen wirken als zusätzliche Isolierschicht zwischen Schnee und Erde.

Damit schützen sie im Boden überwinternde Lebewesen vor Kälte und Frost.

Hohlräume werden zudem von Raupen und Puppen vieler Insekten zum Überwintern genutzt.

 

 

Gibt es staatliche Förderungen?

 

Die Maßnahme kann sowohl als Agrarumweltmaßnahme als auch im Rahmen des Vertragsnaturschutzes gefördert werden.

Blühstreifen und -flächen sind im Rahmen des Greenings auch als Ökologische Vorrangflächen anrechenbar.

Die Lage der Blühstreifen/-flächen auf Ackerflächen kann frei gewählt werden.

Die Größe der Blühstreifen ist dabei je nach Bundesland festgelegt, genau wie auch die Saatmischung.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist untersagt.

Im Rahmen des Vertragsnaturschutzes angelegte Blühstreifen werden aber nur dort gefördert, wo sie naturschutzfachlich sinnvoll sind.

Die Entscheidung hierüber liegt bei der Unteren Landschaftsbehörde oder der Biologischen Station des jeweiligen Kreises.

Grundsätzlich sollten Blühstreifen an Stellen, bei denen Vorkommen seltener oder geschützter Ackerwildkräuter bekannt sind oder vermutet werden, aus Naturschutzgründen nicht angelegt werden.

 

https://www.netzwerk-laendlicher-raum.de/eler/laenderprogramme/

 

 

Wie legt man einen Blühstreifen an?

 

Zum Schutz und zur Erhaltung der natürlich gewachsenen Vielfalt sollte beim Anlegen Wildpflanzensaatgut, auch „Regiosaatgut“ oder „autochthones Saatgut“ genannt, zum Einsatz kommen.

Sinnvoll ist die streifenförmige oder flächige Einsaat geeigneter Saatmischungen auf Ackerflächen, entweder an der Schlaggrenze oder auch innerhalb eines Schlages.

Landwirte finden geeignete einjährige Blühmischungen im landwirtschaftlichen Fachhandel.

Sie sollten Ende April oder Anfang Mai ausgebracht werden.

Möglich sind auch mehrjährige Kräutermischungen. Sie können im Frühling oder im Herbst ausgesät werden.

 

 
Wie pflegt man den Blühstreifen?

 

 

Im ersten Jahr sollte ein Pflegeschnitt durchgeführt werden, um konkurrenzstarke Pflanzenarten zurückzudrängen.

Auf nährstoffreichen Standorten kann ein bis zweimal jährlich gemäht werden.

Auf mageren Standorten wird je nach Wüchsigkeit einmal im Jahr oder alle paar Jahre im Herbst gemäht.

 

 

www.bluehende-landschaft.de

 

 

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