Menschen lieben Hanf meist als entspannendes Konsumgut und schätzen Cannabis wegen seiner Rauschwirkung.

Bienen fliegen allerdings auch auf den nicht berauschenden Industriehanf, wie eine neue Studie der Cornell University zeigt.

 

 

Pollen statt Nektar

 

Industriehanf, Cannabis sativa (Cannabaceae), ist eine neu eingeführte und schnell wachsende Kulturpflanze in der amerikanischen Agrarlandschaft.

Wissenschaftler der Cornell Universität im Staat New York hatten wiederholt Bienen gesammelt, die Hanfblumen auf Farmen in New York besuchten.

Die Hanfpflanzen unterschieden sich dabei sowohl im Landschaftskontext als auch in den phänotypischen Merkmalen der Hanfsorten.

Erstaunlich ist dabei, dass dem Hanf als ausschließlich windbestäubte Kultur der Nektar fehlt.

Attraktiv für die Bienen macht ihn aber, dass er während einer Zeit des Blumenmangels in Agrarlandschaften eine Fülle von Pollen produzieren kann.

 

 

Grund bleibt unklar

 

Die Forscher haben alle Bienenbesucher auf Artenebene identifiziert und festgestellt, dass Hanf insgesamt 16 verschiedene Bienenarten anlocken kann. Warum dem so ist, wissen auch die Experten nicht.

„Diese Pollenressourcen sind für eine Reihe von Bienenarten attraktiv, aber die Vielfalt der Blumenbesucher und ihre Verwendung von Hanf in einer Reihe von landwirtschaftlichen Kontexten bleibt unklar“ heißt es in der im Journal „Environmental Entomology“ veröffentlichten Studie.

 

 

Es kommt auf die Größe an

 

Während die Hanfsorte eine untergeordnete Rolle spielt, ist die Größe der Pflanze entscheidend für die Bienen.

Hanfparzellen mit größeren Sorten zogen eine größere Vielfalt von Bienenarten an.

 

 

Mit Hanf gegen das Bienensterben

 

Aufgrund seiner zeitlich einzigartigen Blütenphänologie hat Hanf das Potenzial, einer vielfältigen Bienengemeinschaft während einer Zeit der Blumenknappheit eine wichtige Nährstoffressource zu bieten.

Größere Anpflanzungen von Hanf könnten laut Studie dazu beitragen, die agrarökosystemweiten Bestäubungsdienste für andere Kulturen in der Landschaft aufrechtzuerhalten.

Ein zunehmender Hanfanbau könnte also dem Bienensterben entgegenwirken.

 

 

 

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