Wir müssen unser Ernährungsverhalten ändern, um die Klimakrise zu lösen.

Denn selbst wenn die Emissionen fossiler Brennstoffe sofort aufhören, könnten Emissionen aus dem globalen Nahrungsmittelsystem allein die globalen Temperaturen um mehr als 1,5°C erhöhen, wie eine neue Studie unter der Leitung der Universität Oxford zeigt.

 

 

Veränderung des globalen Nahrungsmittelsystems notwendig

 

Um das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, den Anstieg der globalen Temperatur auf 1,5°C zu begrenzen, muss sich bis 2050 dramatisch ändern, was wir essen, wie viel wir essen, wie viel verschwendet wird und wie Lebensmittel produziert werden.

Wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen, so die Forscher, würden die Emissionen aus Lebensmittelsystemen das Ziel von 1,5°C innerhalb von 30 bis 45 Jahren überschreiten, selbst wenn alle anderen Quellen von Treibhausgasemissionen sofort gestoppt würden.

Der Hauptautor des Papiers, Dr. Michael Clark von der Oxford Martin School und dem Nuffield Department of Population Health, sagt: „Die Diskussionen zur Eindämmung des Klimawandels konzentrieren sich in der Regel auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch Verbrennung fossiler Brennstoffe, beispielsweise durch Transport oder Energieerzeugung. Unsere Forschung unterstreicht jedoch die Bedeutung der Reduzierung der Emissionen aus dem globalen Nahrungsmittelsystem. Die gute Nachricht ist, dass es viele erreichbare Möglichkeiten gibt, die Lebensmittelemissionen schnell zu reduzieren, wenn sie schnell umgesetzt werden. Dazu gehören die Steigerung der Ernteerträge und die Verringerung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung. Am wichtigsten ist jedoch, dass der Einzelne auf überwiegend pflanzliche Ernährung umstellt.“

 

 

1356 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen

 

In der Studie gehen die Forscher davon aus, dass sich aktuelle Trends fortsetzen. Sie rechnen mit einem Anstieg des Konsums von Fleisch- und Milchprodukten und somit einer steigenden Tierzucht und größerem Methanausstoß.

Sie erwarten zudem ein kontinuierliches Wachstum der Weltbevölkerung und eine gleichbleibende Lebensmittelverschwendung.

Daraus resultiert eine Annahme eines Ausstoßes von 1356 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen für den Zeitraum von 2020 bis 2100.

Die Forscher sehen aber noch genügend Möglichkeiten, dies zu vermeiden: durch eine Senkung des Konsums tierischer Produkte, einer Reduzierung der Lebensmittelverschwendung um 50 Prozent, eine effizientere Landwirtschaft und eine Steigerung der Erträge.

 

 

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