Die Führungen über das Gelände des Versuchszentrums Gartenbau in Köln-Auweiler erfreuten sich großer Beliebtheit.            Bild: Kerstin Panhorst

 

 

Auch beim diesjährigen Tunneltag gewährte die Mitarbeiter des Versuchszentrums in Köln Auweiler wieder einen Blick auf ihre aktuellen Versuche.

In Führungen geleiteten die Experten die Besucher über das Gelände und zeigten ihnen die unterschiedlichen Projekte.

 

 

 

Frühe Sorten

 

Frühsorten in der Vergleichsanpflanzung.            Bild: Kerstin Panhorst

In einem Vergleichsanbau stehen die Sorten „Flair“, „Clery“, „Malling Centenary“, „Allegro“ und „Rendezvous“.

Am 10. Februar wurde der Tunnel geschlossen, die ersten Früchte konnten bereits geerntet werden.

Während sich „Allegro“ eher spät entwickelte zeigte sich „Rendezvous“ schon recht früh wohlschmeckend und für die Direktvermarktung geeignet.

Auch die auf einem anderen Bereich angebaute  105001 von Flevoberry hinterließ bei Frühzeitigkeit einen positiven Eindruck während sich „Clery“ immer mehr als Standardsorte präsentiert.

 

 

 

Remontierende Erdbeeren im Wandertunnel

 

Ludger Linnemanstöns (LWK) berichtet über die Erfahrungen mit remontierenden Erdbeeren im Wandertunnel.     Bild: Kerstin Panhorst

Der Anbau von remontierenden Erdbeeren im Wandertunnel wurde geprüft.

Dabei wurde durch eine Herbstpflanzung Ende August hohe Früherträge im Folgejahr erzielt.

Die Sorte „Murano“ erzielte eine vergleichbare Frühzeitigkeit wie die einmaltragende Erdbeersorte „Clery“.

Bereits bis Anfang Juni konnten über 45% des gesamten Jahresertrags erzielt werden.

Darüber hinaus waren die Erträge deutlich höher als in einer Freilandkultur.

Die Erträge im Sommer waren ebenfalls hoch, so dass das Verfahren für die Praxis empfohlen werden kann.

 

 

 

Wassermenge auf Stellagen

 

Welche Wassermenge ist im Geschützten Anbau richtig?       Bild: Kerstin Panhorst

Wie bei der Applikation im Freilandanbau kommt es auch beim Anbau auf Stellage im Gewächshaus darauf an, die Spritzbrühe optimal an den Erdbeerpflanzen anzulagern.

In einem Gemeinschaftsprojekt der Firma Syngenta sowie den Landtechnik-Firmen Ebinger und Müller und dem Düsenhersteller Lechner hat sich die LWK NRW intensiv mit der Applikationstechnik im Gewächshaus beschäftigt.

Der Versuch hat gezeigt, dass im Gewächshaus bei guter Geräte- und Applikationstechnik ca. 500l/ha Wasser ausreichend sind.

Ein mittleres Tropfenspektrum z.B. durch IDK-Düsen lagert sich sicher an den betroffenen Pflanzenteilen an und schützt somit sicher vor Pilzkrankheiten (Grauschimmelfäule, Echter Mehltau) sowie Schädlingen.

 

 

 

Regulierung des Blütenthrips

 

Lieber hoch hinaus – niedrige Stellagenkulturen sind hochanfällig für Blütenthrips.                        Bild: Kerstin Panhorst

Der kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) hat sich im Geschützten Anbau vor allem bei remontierenden Erdbeersorten zu einem Problemschädling entwickelt.

Untersuchungen der LWK haben gezeigt, dass der Blütenthrips im Folientunnel bzw. Gewächshaus im Substrat und alten Pflanzenresten überwintern kann.

Deshalb ist es wichtig, nach Ende einer Kultur die Fläche gründlich zu säubern.

Der Blütenthrips kann auch mit dem Substrat eingeschleppt werden, wie Untersuchungen an Traypflanzen zeigen.

Gegenüber den meisten chemischen Pflanzenschutzmitteln zeigt sich der Blütenthrips aber resistent.

Daher kann, laut den Versuchen, eine Regulierung nur auf einer Kombination anbautechnischer Maßnahmen (keine Abdeckung mit Gewebefolie, jährlicher Substratwechsel, keine niedrigen Seitenlüftungen etc.) und Nützlingseinsatz (z.B. Hyperaspis und Cucumeris Raupen) erfolgreich sein.

 

 

 

Anbau in „Buckets“

 

Pflanzen in Buckets sollen den Arbeitsaufwand erleichtern.                 Bild: Kerstin Panhorst

Einige Anbieter haben inzwischen so genannte Buckets im Programm.

Für verschiedene Systeme werden die Pflanzen vorgepflanzt und fertig beim Kunden angeliefert.

Dadurch müssen sich die Wurzeln nicht erst etablieren, die Produktionssicherheit nimmt zu und der Arbeitsaufwand ab.

Bei Tests zeigte sich das diese Buckets gerade in Rinnen durch bessere Drainagefähigkeiten auszeichnen.

Während der Anbau im Substrat im Frühjahr oft zu nass ist und zu Stockbotrytis führen kann brauchen die Pflanzgefäße generell weniger Wasser.

Zudem sind sie transportabel und können auch auf Pflanztische gestellt werden.

 

Die Versuche ergaben ein positives Ergebnis, die Pflanzen haben sich gut entwickelt und waren fast zeitgleich in ihrer Entwicklung mit klassisch angepflanzten Erdbeeren derselben Sorte.

 

 

 

 

 

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