In einem Luftschutzbunker baut die Firma “Growing Underground” mitten in London Salat und Kräuter an                                              Bild: Growing Underground

 

 

Unter den Straßen von London ist es neuerdings grün.

33 Meter unter den belebten Straßen von Clapham wachsen frische „Mikrogrüns“ und Salatblätter.

Die Firma Growing Underground baut dort dank modernster Hydroponik-Systeme und LED-Technologie Pflanzen im Tunnel an.

 

Unter dem Motto „Feeding the city from within the city“ – die Stadt aus der Stadt heraus zu ernähren – ist in einem ehemaligen Luftschutzkeller die wahrscheinlich erste unterirdische urbane Farm der Welt entstanden.

 

 

Die Idee

 

Anbauflächen zu finden wird mittlerweile immer schwieriger, vor allem in der Nähe von Großstädten.

 

Richard Ballard (links) und Steven Dring gründeten gemeinsam die unterirdische „Farm“                  Bild: Growing Underground

Aber auch in weniger erschlossenen Gebieten ist die knappe Ressource Boden immer seltener zu vernünftigen Preisen zu bekommen.

 

Zudem bedeutet ein unattraktiver Standort oftmals lange Lieferwege, die mit Mehrkosten verbunden sind und die Umwelt belasten.

 

Also haben sich Richard Ballard und Steven Dring nach Alternativen umgesehen.

 

 

 

Die beiden Geschäftspartner wurden unter den Straßen Londons fündig – in einem stillgelegten Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

Nach dem 2. Weltkrieg stand der Schutzbunker leer                    Bild: Growing Underground

 

 

Dieser wurde Anfang der 1940er Jahre noch von etwa 8.000 Londonern benutzt, aber kurz darauf außer Betrieb genommen.

 

Mit Hilfe einer Crowdsourcing-Kampagne, die mehr als eine Million Euro einbrachte, konnten Ballard und Dring dort ihre Vision umsetzen.

 

 

 

 

 

 

Die Umsetzung

 

Die Pflanzen werden auf “Teppichbetten” gezüchtet Bild: Growing Underground

Der unterirdische „Hof“ wurde so angelegt, dass er vollständig nachhaltig ist.

 

Die Pflanzen werden auf Teppichbetten gezüchtet und in künstlichen Nährlösungen gehalten, erhellt von einer neu entwickelten LED-Beleuchtung.

Das Hydrokultur-System verbraucht angeblich 70% weniger Wasser als der herkömmliche Freilandanbau, derzeit wird auf totale CO2-Neutralität hingearbeitet.

Alle Nährstoffe werden im geschlossenen Kreislaufsystem gehalten, wodurch jegliches Abflussrisiko in der Produktionvermieden wird.

Auf Grund des geschlossenen Systems ist kein Pestizideinsatz notwendig.

 

 

 

 

 

Kurze Transportwege

 

Bild: Growing Underground

Die Anzahl der produzierten Pflanzen ist bewusst beschränkt.

 

Die Produkte werden nur lokal vertrieben, so dass sie innerhalb von 4 Stunden nach dem Sammeln und Verpacken bereits beim Endverbraucher sind.

 

Derzeit werden die unterirdisch produzierten Kräuter, Salate und “Mikrogrüns” vor allem über Großhändler, aber auch im Einzelhandel vertrieben sowie direkt in einige der bekanntesten Restaurants Londons geliefert.

 

 

 

 

Die Kosten

 

Bild: Growing Underground

Laut den Betreibern kann man mit traditionellen Methoden konkurrieren, trotz der höheren Rechnung für die LED-Beleuchtung.

 

Denn dem Bunker muss keine Wärme zugeführt werden.

 

Im Tunnel herrscht bereits eine natürliche Jahrestemperatur von ca. 13-15 Grad, die durch die LED auf ungefähr 25 Grad angehoben wird.

 

 

 

 

 

 

 

http://growing-underground.com/

 

 

 

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